Berlin Story Bunker
Highlights
- Der Anhalter Hochbunker in Berlin-Kreuzberg wurde 1942 als Schutzbunker für bis zu 12.000 Menschen fertiggestellt.
- Er diente während des Bombenkriegs als Zuflucht für Fahrgäste, Bahnhofspersonal und Postangestellte.
- Der Bunker verfügt über drei Ober- und zwei Untergeschosse mit rund 100 Räumen auf 3600 Quadratmetern.
Tipps
- Der Eintritt zum Berlin Story Bunker erfolgt über die Schöneberger Straße 23a, ehemaliger Standort des Anhalter Bahnhofs.
- Der Bunker verfügt über drei Ober- und zwei Untergeschosse mit etwa 100 Räumen auf einer Fläche von 3600 Quadratmetern.
- Ursprünglich als Schutzbunker für 3.500 Personen konzipiert, diente er während der Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg der Zivilbevölkerung und Reichsbahnbediensteten.
Eigenschaften
Über Berlin Story Bunker
Der Berlin Story Bunker ist ein ehemaliger Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg und befindet sich im Berliner Ortsteil Kreuzberg, direkt am ehemaligen Anhalter Bahnhof. Das massive Bauwerk wurde im Rahmen des Führer-Sofortprogramms errichtet, um Zivilisten und Bahnpersonal während alliierter Luftangriffe Schutz zu bieten. Ursprünglich als Teil der Reichsbahnanlagen konzipiert, diente der Bunker fortan als Zufluchtsort für bis zu 3.500 Personen – in späteren Phasen des Krieges hielten sich zeitweise bis zu 12.000 Menschen dort auf.
Der Bunker verfügt über drei oberirdische und zwei unterirdische Geschosse mit einer Gesamtfläche von rund 3.600 Quadratmetern. Ursprünglich war er als Typenbau M 1200 konzipiert, später aber erweitert worden. Die Anlage umfasste etwa 100 Räume, darunter Aufenthaltsräume, sanitäre Einrichtungen, Maschinenräume sowie spezielle Bereiche für die Reichsbahnleitung. Im obersten Geschoss befanden sich Räume für Führungskräfte, Schreibkräfte und Kommunikationseinrichtungen. Im untersten Bunkergeschoss waren sechs Schleusendurchgänge erhalten, die auf den ehemaligen Zugang vom Nord-Süd-Tunnel zur S-Bahn hinweisen. Hier soll sich auch eine Art Kommandozentrale befunden haben, von der aus militärische und zivile Kommunikation abgewickelt wurde.
Während der alliierten Bombardements wurde der Bunker zu einem lebenswichtigen Schutzraum. Nachdem der Anhalter Bahnhof bis 1943 weitgehend von Kriegseinwirkungen verschont geblieben war, wurde er im Verlauf des Krieges immer stärker Ziel der alliierten Angriffe. Der Bunker selbst bot während dieser Zeit Schutz für Tausende von Menschen. Im Zuge der Vorbereitung der Verteidigung Berlins Ende April 1945 wurde der Komplex zudem zu einer strategisch wichtigen Position im südlichen Abschnitt der Stadtverteidigung.
Heute beherbergt der Berlin Story Bunker mehrere Ausstellungen, darunter die Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen?“, das Museum „Deutschland 1945 bis heute“ sowie ein Ukraine-Museum. Insgesamt erstrecken sich die Ausstellungsflächen über rund 6.500 Quadratmeter. Die Räume des ehemaligen Bunkers sind erhalten geblieben und bieten Besucher*innen einen authentischen Einblick in die Geschichte des Ortes sowie in die Zeit des Nationalsozialismus und des Wiederaufbaus Deutschlands nach 1945. Die unterirdischen Bereiche zeugen von der massiven Nutzung während des Krieges und verdeutlichen die Bedeutung des Bauwerks als Schutzraum in einer zunehmend zerstörten Stadt.