Museum

BerlinCampus - Ehemaliges Arbeitshaus

Friedrich-Jacobs-Promenade 3, 10317 Berlin

Highlights

  • Ehemaliges Arbeitshaus und DDR-Gefängnis in Berlin-Rummelsburg.
  • Dauer­ausstellung unter freiem Himmel mit 18 Biografien.
  • Geführte Rundgänge und App mit Zeitzeugen-Videos verfügbar.

Tipps

  • Der Ort ist rund um die Uhr zugänglich, eine Dauer­ausstellung unter freiem Himmel erzählt die Geschichte vom Kaiserreich bis 1989.
  • Die kostenlose App bietet vertiefende Inhalte mit Biografien, Zeitzeugen-Videos und Bildern zur Geschichte des Areals.
  • Geführte Rundgänge ermöglichen einen intensiveren Einstieg, auch in Leichter Sprache und für Kinder angeboten.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über BerlinCampus - Ehemaliges Arbeitshaus

Der BerlinCampus – Ehemaliges Arbeitshaus in Berlin ist ein beeindruckender Ort, der Geschichte lebendig werden lässt. Ursprünglich im Kaiserreich als Arbeitshaus errichtet, diente das Gelände später unter verschiedenen Herrschaftsformen auch als Gefängnis. Diese Vielschichtigkeit spiegelt sich bis heute in der Nutzung des Areals wider, das nun als Freilichtmuseum und Gedenkstätte fungiert. Die Dauer­ausstellung unter freiem Himmel ermöglicht einen Rundgang durch verschiedene Epochen und erzählt eindringliche Schicksale ehemaliger Insassen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen 18 persönliche Biografien, die das Leben von Menschen erzählen, die hier einst inhaftiert oder zur Zwangsarbeit verurteilt waren. Von der Zeit des Nationalsozialismus bis hin zur DDR offenbart das Gelände Schichten einer oft schmerzhaften Vergangenheit. Besucher*innen können die Geschichte mithilfe einer kostenlosen App noch intensiver erleben, die neben Biografien und Zeitzeugenberichten auch beeindruckende Vorher-Nachher-Bilder bietet. Die App ist sowohl für iOS als auch für Android verfügbar und ergänzt den Besuch um multimediale Inhalte.

Der Kontrast zwischen der historischen Funktion des Ortes und seiner heutigen Nutzung als Bildungs- und Gedenkstätte wird von vielen Besucher*innen als besonders bewegend wahrgenommen. Neben der Selbstbesichtigung gibt es geführte Rundgänge, die sich an den Stelen der Ausstellung orientieren und Raum für vertiefende Gespräche bieten. Für unterschiedliche Zielgruppen wurden zudem Angebote wie Rundgänge in Leichter Sprache sowie spielerische Formate für Kinder entwickelt, um die Auseinandersetzung mit der Geschichte zu ermöglichen.

Obwohl das Gelände rund um die Uhr zugänglich ist, bemängeln einige Besucher*innen den Mangel an direkten Informationsmöglichkeiten vor Ort. Neben den Stelen mit den biografischen Stationen gibt es kaum weitere museale Einrichtungen oder Ansprechpartner. Dennoch hinterlässt der Ort bei vielen einen nachhaltigen Eindruck – nicht zuletzt wegen der emotionalen Tiefe der erzählten Schicksale und der unmittelbaren Atmosphäre des ehemaligen Arbeitshauses und Gefängnisses.

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