Theater

Berliner Arbeiter- und Studententheater

Belforter Str. 15, 10405 Berlin

Highlights

  • Es entstand aus dem Wunsch nach politisch engagiertem Laientheater und wurde 1963 nach Interventionen der Kulturbürokratie geschlossen.
  • Heute beherbergt das Gebäude die Abteilung Regie der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch mit Studenteninszenierungen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Kulturell Ganzjährig

Berliner Arbeiter- und Studententheater Berlin Ausflug Kultur Theater

Das Berliner Arbeiter- und Studententheater (b.a.t.) ist ein bedeutendes kulturelles Zentrum in Berlin, das sich auf die Förderung junger Talente aus dem Bereich Theater und Regie spezialisiert hat. Ursprünglich 1961 von Wolf Biermann und Brigitte Soubeyran gegründet, entstand das Theater mitten im Prenzlauer Berg, einem Viertel, das bis heute für seine lebendige Kulturszene steht. Das Gebäude selbst hat eine abwechslungsreiche Geschichte: Es wurde ursprünglich als Tanzsaal errichtet und später in ein Hinterhofkino namens ROXY umgewandelt, bevor es zum kulturellen Schmelztiegel für politisch und künstlerisch engagierte Theatermacher wurde.

Nach einer Phase staatlicher Kontrolle und vorübergehender Schließung in den frühen Jahren blieb der Name des Theaters bestehen. Ab 1974 wurde die Spielstätte zum Sitz des Regieinstituts, das später in die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ integriert wurde. Heute dient das b.a.t. als Studiotheater der Hochschule und bietet Studierenden eine Plattform, um ihre künstlerischen Fähigkeiten in Form von Diplom-, Praktikums- und Werkstattinszenierungen zu erproben. Die Atmosphäre im Theater wird dabei von den Besuchern als besonders intim und lebendig beschrieben – ein Ort, an dem man nicht nur zuschaut, sondern Teil der Aufführung zu sein scheint.

Das renovierte Theater verfügt über 88 Plätze und besticht durch seine industrielle Architektur mit sichtbaren Ziegelwänden, die den experimentellen Charakter des Hauses unterstreichen. Die Bühne und das Foyer wurden in den Jahren 2015 bis 2017 umfassend saniert, um den Anforderungen moderner Theaterarbeit gerecht zu werden. Neben den studentischen Aufführungen finden hier regelmäßig Werkstattabende statt, bei denen neue Formen des Theaterspiels entwickelt und erprobt werden. Besucher berichten von einer hohen spielerischen Qualität, einer gelungenen Mischung aus Ernst und Humor sowie einer Atmosphäre, die sowohl für erfahrene Theatergänger als auch für Neulinge im Bereich zeitgenössisches Theater begeistert.

Das b.a.t. steht damit nicht nur für die Tradition des politisch engagierten Theaters in der DDR, sondern auch für eine lebendige Gegenwart, in der junge Künstlerinnen und Künstler ihre Stimme finden. Es ist ein Ort, an dem Ideen entstehen, Grenzen ausgelotet und die Zukunft des Theaters sichtbar wird – direkt im Herzen Berlins.

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Häufige Fragen zu Berliner Arbeiter- und Studententheater

Was war das Berliner Arbeiter- und Studententheater (b.a.t.)?
Das b.a.t. war ein politisch geprägtes Laientheater in Berlin, gegründet 1961 von Wolf Biermann und Brigitte Soubeyran. Es diente der Bewusstseinsbildung und wurde später in die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch integriert. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wo befindet sich das bat-Studiotheater heute?
Das bat-Studiotheater befindet sich im Prenzlauer Berg in Berlin, zwischen Kollwitzplatz und Wasserturm. Es ist eine Spielstätte der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Welche Rolle spielten Arbeiter- und Studententheater in der DDR?
In der DDR galten sie als Instrument der ideologischen Bewusstseinsbildung und gehörten zur Agitation und Propaganda. Sie förderten dialektisches und didaktisches Theater. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was ist aus dem ehemaligen b.a.t.-Gebäude geworden?
Nach der Schließung des Theaters 1963 wurde das Gebäude zunächst von der Staatlichen Schauspielschule genutzt. 1974 entstand dort das Regieinstitut, das 1981 in die HfS Ernst Busch integriert wurde. Stand Juni 2026.

Quelle: website