Denkmal/Gedenkstätte

Bethanienkirche

13088 Berlin

Highlights

  • Die Bethanienkirche steht seit Anfang des 21. Jahrhunderts leer und wird zu einem Wohnensemble umgebaut.
  • Sie wurde 1902 auf dem ehemaligen Cuxhavener Platz errichtet, benannt nach dem Kirchenförderer Ernst Freiherr von Mirbach.
  • Das Kirchengebäude ist denkmalgeschützt und mit einem spitzbogigen Torbogen mit dem Gemeindehaus verbunden.

Tipps

  • Die Bethanienkirche in Berlin-Weißensee ist eine historische Kirchenruine aus dem Jahr 1902 mit einem 65 Meter hohen Turm, gelegen am Mirbachplatz im ehemaligen Gründerviertel.
  • Das Gelände um die Kirche bietet heute viel Platz für Spaziergänge und ist von verschiedenen Seiten zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar.
  • In unmittelbarer Nähe befinden sich mehrere Straßenbahn- und Buslinien, die den Zugang zum Mirbachplatz und zur ehemaligen Kirche erleichtern.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Bethanienkirche

Die Bethanienkirche steht im Berliner Ortsteil Weißensee und ist ein markantes, wenn auch heute weitgehend ungenutztes Sakralgebäude im Gründerzeitviertel. Errichtet wurde sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts, nachdem die evangelische Gemeinde aufgrund des Bevölkerungswachstums dringend ein neues Gotteshaus benötigte. Die Kirche entstand auf dem Gelände des damaligen Cuxhavener Platzes, benannt nach dem Hamburger Kaufmann Johann Eduard Langhans, einem der Gründer des Weißenseer Vorwerks. Das Kirchengebäude wurde nach Plänen der Architekten Moritz & Welz errichtet und zählt heute zu den denkmalgeschützten Bauten der Stadt.

Ein großer Förderer des Kirchenbaus war Ernst Freiherr von Mirbach, Mitglied des General-Synodalrates der evangelischen Kirche, der maßgeblich zur Finanzierung des Projekts beitrug. 1902, im Jahr des Richtfests, wurde der Platz vor dem Gotteshaus in Mirbachplatz umbenannt. Neben der Kirche entstand zeitgleich das zugehörige Gemeindehaus, das über einen spitzbogigen Torbogen mit dem Kirchengebäude verbunden ist. Die Bauweise im Stil der Gründerzeit mit Putzfassaden und Klinkergliederung prägt bis heute das Stadtbild des Platzes, der ovale Form und eine Fläche von etwa 65 mal 40 Metern aufweist.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche stark beschädigt. In den folgenden Jahrzehnten blieb das Gebäude weitgehend ungenutzt. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts steht die Kirche leer und wird schrittweise zu einem Wohnensemble umgebaut. Die Ruine des Kirchturms ragt mit einer Höhe von etwa 65 Metern noch immer markant über die umliegende Bebauung. Die Umgebung des Platzes wird heute von Fußgängern, Radfahrern und ÖPNV-Nutzern gleichermaßen frequentiert und ist durch eine großzügige Grünfläche gekennzeichnet, die das ehemalige Kirchengebäude umgibt.

Gäste loben die historische und architektonische Bedeutung der Kirche, bemängeln jedoch den aktuellen Zustand des Gebäudes. Viele sehen in der Bethanienkirche ein wichtiges Zeugnis der Stadtgeschichte, das es zu erhalten gilt. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,4 von 5 Sternen bei Google wird der Ort weiterhin als sehenswert eingestuft. Die Kombination aus historischem Wert, städtebaulicher Lage und der Verbindung zur Entwicklung Weißensees macht die Bethanienkirche zu einem bemerkenswerten Kulturdenkmal in Berlin.

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