Denkmal/Gedenkstätte

Carl Raddatz

Am Schülerheim, 14195 Berlin

Highlights

  • Carl Raddatz wurde 1912 in Mannheim geboren und starb 2004 in Berlin.
  • Er war Schauspieler, Synchronsprecher und gehörte zum Ensemble der Staatlichen Schauspielbühnen Berlin.
  • Raddatz spielte in NS-Propagandafilmen und wurde später Berliner Staatsschauspieler sowie mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Denkmal Berlin Carl Raddatz

Carl Raddatz, eigentlich Karl Werner Fritz Raddatz, war einer der bedeutendsten deutschen Schauspieler des 20. Jahrhunderts. In Berlin lebte und wirkte er über mehrere Jahrzehnte hinweg und wurde zu einer festen Größe im kulturellen Leben der Stadt. Seine vielseitige Karriere umfasste Theater, Film und Synchronisation, wodurch er sowohl national als auch international bekannt wurde.

Geboren in Mannheim, begann Raddatz früh mit seiner schauspielerischen Ausbildung und trat in verschiedenen deutschen Theatern auf, bevor er durch die UFA in Potsdam-Babelsberg für den Film verpflichtet wurde. In der NS-Zeit spielte er in zahlreichen Produktionen mit, darunter auch in propagandistischen Filmen. Nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte er sich erneut und wurde zu einem gefeierten Schauspieler in der Bundesrepublik Deutschland. Seine Rollen in Filmen wie „Rosen im Herbst“ oder „Nacht der Entscheidung“ machten ihn zum Publikumsliebling.

In Berlin gehörte Raddatz dem Ensemble der Staatlichen Schauspielbühnen an und trat unter anderem im Schillertheater und im Schlossparktheater auf. Zu seinen herausragenden Bühnenrollen zählten Auftritte in Stücken wie „Des Teufels General“ von Carl Zuckmayer und „Warten auf Godot“ von Samuel Beckett. 1963 wurde er zum Berliner Staatsschauspieler ernannt, 1972 zum Ehrenmitglied der Staatlichen Bühnen. Daneben war er als Synchronsprecher tätig und lieh internationalen Stars wie Humphrey Bogart oder Lee Marvin seine charakteristische Stimme.

Für sein Lebenswerk erhielt Raddatz mehrere Auszeichnungen, darunter 1972 das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland und 1979 das Filmband in Gold. 1987 würdigte ihn das Land Berlin mit der Ernst-Reuter-Plakette. Privat war er dreimal verheiratet, zuletzt mit der Schauspielerin Hannelore Schroth. Sein letzter großer Film war 1975 zu sehen, danach konzentrierte er sich verstärkt auf Theater und Hörspiele.

Carl Raddatz starb im Jahr 2004 in Berlin. Sein Grab auf dem Friedhof Dahlem ist seit 2010 ein Ehrengrab des Landes Berlin. Am ehemaligen Wohnhaus des Schauspielers in Berlin-Dahlem wurde 2012 eine Gedenktafel angebracht, die an sein Wirken erinnert. Als Schauspieler, Synchronsprecher und Bühnenkünstler prägte Raddatz über Jahrzehnte das deutsche Kulturleben und hinterließ in Berlin eine bleibende Spur.

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Häufige Fragen zu Carl Raddatz

Wann und wo wurde Carl Raddatz geboren?
Carl Raddatz wurde am 13. März 1912 in Mannheim geboren. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche bekannten Schauspiel- oder Synchronrollen hatte Carl Raddatz?
Carl Raddatz spielte in mehreren UFA-Produktionen und synchronisierte Stimmen wie die von Humphrey Bogart und Burt Lancaster. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Auszeichnungen erhielt Carl Raddatz?
Er erhielt das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland (1972), das Filmband in Gold (1979) und die Ernst-Reuter-Plakette (1987). Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wo ist Carl Raddatz begraben?
Carl Raddatz ist auf dem Friedhof Dahlem in Berlin im Feld 005-35 begraben. Seit 2010 ist es ein Ehrengrab des Landes Berlin. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia