Denkmal/Gedenkstätte

Charlotte Neumann

Nollendorfpl. 7, 10777 Berlin

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Charlotte Neumann

Der Gedenkstein für Charlotte Neumann in Berlin erinnert an das Schicksal einer jüdischen Frau, die als Strickwarengestalterin lebte und während der nationalsozialistischen Verfolgung mit ihren Kindern floh. Ihre Geschichte ist eng verbunden mit dem Stadtteil Schöneberg, wo sie mit ihrer Familie in der Motzstraße wohnte. Der Stolperstein wurde 2015 an der ehemaligen Wohnadresse verlegt und erinnert heute an ihr Leben und das ihrer Familie.

Charlotte Neumann, geborene Nagel, kam 1904 in Berlin zur Welt. Ihre Mutter, Martha Gusowski, war mit Hirschel Nagel verheiratet, bevor sie später Alfred Neumann heiratete, einen Arzt jüdischer Herkunft. Mit ihm hatte Charlotte zwei Söhne. Die Familie lebte in den 1930er Jahren in Schöneberg, bis die politische Lage für Juden in Deutschland immer gefährlicher wurde. Nach den Pogromnächten wurde Alfred Neumann kurzzeitig im Konzentrationslager Sachsenhausen interniert, konnte jedoch nach Brasilien emigrieren.

Charlotte Neumann gelang es 1938, mit ihren Kindern zunächst nach England und von dort aus nach Brasilien zu fliehen. 1941 folgte die Weiterreise in die USA, wo sie schließlich in Santa Clara starb. Ihr Mann Alfred verstarb bereits 1946 in Rio de Janeiro. Ihre Flucht war Ausdruck von Mut und Entschlossenheit in einer Zeit massiver Bedrohung. Der Stolperstein erinnert nicht nur an Charlotte, sondern auch an die gesamte Familie, die vom nationalsozialistischen Terror betroffen war.

Die Gedenkstätte ist Teil des Projekts „Stolpersteine“, das in ganz Berlin und darüber hinaus Opfern des Nationalsozialismus gewidmet ist. Initiiert von Gunter Demnig, sollen die kleinen, messingverlegten Gedenksteine an den letzten frei gewählten Wohnorten der Betroffenen erinnern. In Berlin sind hunderte dieser Gedenksteine verlegt worden – ein stilles Zeugnis der Erinnerungskultur in der Stadt.

Charlotte Neumann steht exemplarisch für viele Schicksale jüdischer Familien, die versuchten, dem Terror der Nationalsozialisten zu entkommen. Ihr Leben wie auch ihr Tod verdeutlichen die humanitären Dimensionen der Flucht und Vertreibung. Der Stolperstein in der Motzstraße ist ein Ort der Erinnerung, der Einblick gibt in die Geschichte einer Berlinerin, die – wie viele andere – ihr Leben neu beginnen musste, um sich und ihre Kinder zu retten.

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Häufige Fragen zu Charlotte Neumann

Wer war Charlotte Neumann in Berlin?
Charlotte Neumann, geboren 1904 in Berlin, war eine Strickwarengestalterin und Mutter zweier Söhne. Sie überlebte die NS-Zeit durch Flucht nach Brasilien und später in die USA. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Was ist über Charlotte Neumann’ Flucht aus Berlin bekannt?
Charlotte Neumann floh 1938 mit ihren Kindern über England nach Brasilien. Ihr Mann, Dr. Alfred Neumann, folgte später, wurde jedoch kurz nach Kriegsende 1946 in Rio de Janeiro verstorben. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Wo wohnte Charlotte Neumann in Berlin?
Charlotte Neumann lebte seit 1930 in der Motzstraße in Schöneberg, zunächst in der Motzstraße 25 und später in der Motzstraße 52. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Gibt es einen Stolperstein für Charlotte Neumann in Berlin?
Ja, es gibt einen Stolperstein für Charlotte Neumann in der Motzstraße 52 in Berlin-Schöneberg. Er wurde am 25. September 2015 verlegt. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Welchen Beruf hatte Charlotte Neumann vor ihrer Flucht?
Charlotte Neumann arbeitete vor ihrer Flucht als Strickwarengestalterin in Berlin. Weitere Details zu ihrem Leben in der Weimarer Republik sind nicht erhalten. Stand Juni 2026.

Quelle: website