Denkmal/Gedenkstätte

Clara Cohn

Berchtesgadener Straße, 10779 Berlin

Highlights

  • Clara Cohn wurde 1892 in Janowitz (Posen) geboren und lebte seit 1926 in Berlin-Schöneberg.
  • Sie wurde 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
  • Ihr Stolperstein wurde 2009 in der Berchtesgadener Straße 35 verlegt.

Tipps

  • Besucher der Gedenkstätte Clara Cohn in Berlin können sich über das Leben und Schicksal der Familie Schlome/Cohn informieren, die hier in der Berchtesgadener Straße 35 lebte.
  • Die Stolpersteine vor dem Haus erinnern an das Schicksal der jüdischen Bewohner, die während des Holocausts deportiert und ermordet wurden.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders für Interessierte der lokalen Geschichte und des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus in Schöneberg.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Clara Cohn in Berlin entdecken

Clara Cohn, geborene Schlome, ist eine tragische Gestalt der Berliner Geschichte und steht exemplarisch für das Schicksal vieler jüdischer Bürgerinnen und Bürger, die während des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Sie wurde als jüngstes Kind einer Familie aus der preußischen Provinz Posen in der Stadt Janowitz (heute Janowiec Wielkopolski in Polen) geboren. Nach ihrem Umzug nach Berlin lebte sie mit ihrer Familie im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, wo sie später auch ihr Leben beenden sollte.

In Berlin führte Clara Cohn ein bürgerliches Leben: Sie heiratete Adolf Cohn, einen Studienkollegen ihres Bruders, und hatte zwei Kinder. Die Familie residierte ab 1926 in der Berchtesgadener Straße, nicht weit von der Westend-Apotheke, die ihr Ehemann gemeinsam mit ihrem Schwager führte. Trotz der wirtschaftlichen Stabilisierung und der Integration in die Berliner Gesellschaft wurde das Leben der Familie durch die nationalsozialistischen Gesetze zunehmend bedroht. Obwohl mehrere Familienmitglieder vor der Deportation fliehen konnten, wurde Clara Cohn zusammen mit ihrer Tochter Eva und vielen anderen Jüdinnen und Juden am 2. März 1943 in einem Massentransport nach Auschwitz deportiert, wo sie ermordet wurde.

Heute erinnert ein Stolperstein an Clara Cohns Schicksal. Er wurde 2009 im Rahmen der Stolpersteininitiative in der Berchtesgadener Straße verlegt – eine Gedenkstätte, die an ihre Lebensgeschichte und das Leid ihrer Familie erinnert. Neben Clara wurden auch ihre Eltern, ihr Ehemann und weitere Familienmitglieder mit Stolpersteinen geehrt. Die Gedenksteine sind Teil eines lebendigen Erinnerungsortes in Berlin, der die Opfer des Holocaust sichtbar und greifbar macht. Sie laden dazu ein, innezuhalten, nachzudenken und die Geschichte derer zu ehren, die einst hier lebten.

Clara Cohns Leben spiegelt die Vielschichtigkeit jüdischer Biografien im frühen 20. Jahrhundert wider – geprägt von Hoffnung, Integration, Verfolgung und letztendlich dem Versuch, ein Leben in einer Stadt zu führen, die ihnen letztlich den Boden unter den Füßen wegzog. Ihr Andenken ist untrennbar mit dem Stadtteil Schöneberg verbunden, in dem sie ihre Familie gründete und das ihre letzte Station vor der Deportation wurde.

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…

Häufige Fragen zu Clara Cohn

Wer war Clara Cohn?
Clara Cohn, geborene Schlome, wurde 1892 in Janowitz (Posen) geboren. Sie lebte mit ihrer Familie in Berlin und wurde 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Wo wohnte Clara Cohn in Berlin?
Clara Cohn lebte seit 1926 in der Berchtesgadener Straße 35 in Schöneberg, Berlin. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Was geschah mit Clara Cohn während des Holocausts?
Clara Cohn wurde am 2. März 1943 mit dem 32. Osttransport nach Auschwitz deportiert, wo sie ermordet wurde. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Hat Clara Cohn überlebt oder wurden Stolpersteine für sie verlegt?
Clara Cohn überlebte den Holocaust nicht. 2009 wurden Stolpersteine für sie und ihre Familie in Berlin verlegt. Stand Juni 2026.

Quelle: website