Denkmal/Gedenkstätte

Denkmal "Aufbauhelferin und Aufbauhelfer"

Rathausstrasse Zwischen Neptunbrunnen und Rathaus, 10178 Berlin

Highlights

  • Das Denkmal „Aufbauhelferin und Aufbauhelfer“ wurde 1955 in Bronze gegossen und erinnert an die Trümmerbeseitigung in Ost-Berlin.
  • Die Figuren zeigen eine Frau mit Schaufel und einen Mann mit Hacke, die beim Wiederaufbau halfen.
  • Es steht auf dem Vorplatz gegenüber dem Roten Rathaus und symbolisiert die Bürgerinitiative des Nationalen Aufbauwerks.

Tipps

  • Das Denkmal befindet sich auf dem Vorplatz gegenüber dem Roten Rathaus in Berlin-Mitte, gut sichtbar im öffentlichen Raum.
  • Die Skulpturen zeigen die Aufbauhelferin und den Aufbauhelfer als Symbole des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg.
  • In der Nähe befinden sich weitere Denkmäler und das ehemalige Rathaus, ideal für einen historischen Rundgang.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Denkmal "Aufbauhelferin und Aufbauhelfer" in Berlin entdecken

Das Denkmal „Aufbauhelferin und Aufbauhelfer“ in Berlin erinnert eindrucksvoll an die enormen Leistungen der Bürgerinnen und Bürger beim Wiederaufbau der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg. Die beiden etwa 2,50 Meter hohen, vollplastischen Bronzefiguren wurden in den Jahren 1954/1955 vom renommierten DDR-Bildhauer Fritz Cremer entworfen und gingen zunächst unter dem Arbeitstitel „Weg mit den Trümmern I und II“ als Gipsmodelle ihren Schöpfungsprozess. Anlässlich der Wiederweihe des Roten Rathauses, das während des Krieges stark beschädigt worden war, schenkte das Ministerium für Kultur dem Berliner Magistrat diese künstlerischen Werke. Sie sollten als bleibendes Zeugnis für die kollektiven Aufbauleistungen der Berliner Bevölkerung dienen.

Die männliche Figur, der sogenannte „Aufbauhelfer“, trägt eine eng anliegende Hose, ein hochgekrempeltes Hemd und eine Schirmkappe. In seiner rechten Hand hält er eine Spitzhacke, während er sich mit der linken den Ärmel hochkrempelt. Sein aufrechter, leicht gespreizter Stand sowie der Blick in die Ferne vermitteln Entschlossenheit und Tatendrang. Die „Aufbauhelferin“ hingegen verkörpert eine junge, tatkräftige Frau, die mit Schaufel und Kopftuch dargestellt ist. Sie trägt ein ärmelloses Oberteil, Stiefel und steht in leichter Schrittstellung auf einem Steinblock. Beide Skulpturen blicken zur Seite, als richteten sie ihren Blick auf eine gemeinsame Zukunft aus. Die Figuren wurden etwa 40 Meter voneinander entfernt auf dem Vorplatz gegenüber dem Roten Rathaus aufgestellt, um symbolisch den kollektiven Geist des Wiederaufbaus einzufangen.

Die Entstehung des Denkmals steht in engem Zusammenhang mit der Hochphase des „Nationalen Aufbauwerks“ (NAW), einer staatlichen Kampagne zur Mobilisierung der Bevölkerung für den Stadtwiederaufbau. Während die Enttrümmerung zunächst als notwendige Vorarbeit galt, wurde sie im Zuge des sozialistischen Narrativs zunehmend zum Symbol für den Aufbau einer neuen Gesellschaft. Der Begriff „Aufbauhelferin“ verdrängte dabei den bis dahin gebräuchlichen Begriff „Trümmerfrau“, da er im Sinne der offiziellen Ideologie stärker auf die Zukunft und die Rolle der Frau im sozialistischen Staat ausgerichtet war. Obwohl die historische Deutung des Denkmals im Laufe der Jahre unterschiedlich war, etablierte sich die Bezeichnung „Aufbauhelferin“ spätestens mit dem Ende des NAW Mitte der 1960er Jahre als feste Benennung.

Das Denkmal genießt bis heute große kulturelle und historische Bedeutung. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,6 von 5 Sternen bei Google wird die Sehenswürdigkeit von Besucherinnen und Besuchern als besonders eindrucksvoll und lehrreich wahrgenommen. Die Figuren sind nicht nur künstlerisch wertvoll, sondern auch Zeugnisse einer entscheidenden Zeit im Leben Berlins. Sie verkörpern den Mut, die Kraft und den Willen der Menschen, die nach dem Krieg ihre Stadt Stück für Stück aus den Trümmern wieder aufbauten. Als historische Sehenswürdigkeit im Herzen Berlins laden sie dazu ein, innezuhalten und die Leistung einer ganzen Generation zu würdigen.

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Häufige Fragen zu Denkmal "Aufbauhelferin und Aufbauhelfer"

Wer hat das Denkmal „Aufbauhelferin und Aufbauhelfer“ geschaffen?
Der Bildhauer Fritz Cremer schuf das Denkmal 1954/1955 unter dem Arbeitstitel „Weg mit den Trümmern I und II“. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wann und wo wurde das Denkmal „Aufbauhelferin und Aufbauhelfer“ aufgestellt?
Die Figuren wurden 1956 auf dem Vorplatz gegenüber dem Roten Rathaus in Ost-Berlin aufgestellt. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Bedeutung haben die Figuren „Aufbauhelferin und Aufbauhelfer“?
Sie würdigen die Leistungen der Bürger beim Wiederaufbau Ost-Berlins nach dem Zweiten Weltkrieg. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wie sehen die Skulpturen der „Aufbauhelferin und Aufbauhelfer“ aus?
Der Aufbauhelfer trägt Hemd, Hose und Schirmkappe und hält eine Spitzhacke. Die Aufbauhelferin ist jung, trägt ein Tuch im Haar und hält eine Schaufel. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Gibt es weitere Denkmäler zu „Trümmerfrauen“ in Berlin?
Ja, beispielsweise eine Bronzeplastik von Gerhard Thieme aus 1963, die 1969 im Bezirk Treptow-Köpenick aufgestellt wurde. Stand Juni 2026.

Quelle: website