Der Divan - Das Arabische Kulturhaus
Highlights
- Das Arabische Kulturhaus Divan in Berlin-Zehlendorf nutzt die neoklassizistische Villa Calé für interkulturellen Austausch und Veranstaltungen.
- Gegründet 2017 durch Bundesaußenminister Sigmar Gabriel und Katar, verbindet der Divan arabische und europäische Traditionen im Dialog.
- Inspiriert von Goethes ‚West-östlicher Divan‘ fördert das Haus literarische, philosophische und künstlerische Begegnungen zwischen Kulturen.
Tipps
- Der Besuch des Kulturhauses erfolgt in einer historisch bedeutenden Villa aus neoklassizistischem Baustil, die 1904 bis 1907 als Wohnsitz eines Verlegers errichtet wurde.
- Kalligraphie-Workshops bieten Einblicke in traditionelle Handwerkstechniken und deren kulturelle Bedeutung, wobei Teilnehmer eigene kreative Werke anfertigen können.
Eigenschaften
Kulturzentrum Arabisches Kulturhaus Berlin
Das Arabische Kulturhaus „Der Divan“ in Berlin-Zehlendorf ist ein lebendiges Zentrum für interkulturellen Austausch und zeitgenössische Kunst. Gegründet 2017 als Initiative des damaligen Bundesaußenministers Sigmar Gabriel und seines katarischen Amtskollegen, vereint der Divan Tradition und Moderne unter einem Dach. Inspiriert vom berühmten Gedichtband „West-östlicher Divan“ von Johann Wolfgang Goethe, steht das Haus für Brückenbau zwischen arabischer und europäischer Kultur.
Der Divan residiert in der prächtigen, neoklassizistischen Villa Calé, einem denkmalgeschützten Bauwerk aus den Jahren 1904 bis 1907. Ursprünglich als Wohnsitz des Verlegers Franz Calé errichtet, wurde das Gebäude 1997 vom Emirat Katar erworben – zunächst mit dem Plan, hier eine Botschaft einzurichten. Nach einer sorgfältigen Sanierung nach den Vorgaben des Denkmalschutzes verwandelte sich die Villa in ein kulturelles Schaufenster, das seit 2017 als Begegnungsort für Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft dient.
Als Kulturzentrum setzt der Divan auf vielfältige Formate: Von philosophischen Diskussionsrunden über künstlerische Workshops bis hin zu Ausstellungen, die globale Perspektiven sichtbar machen. Besonders bekannt ist das Haus für seine Veranstaltungen zur arabischen Philosophie und Literatur, bei denen renommierte Expert:innen wie die Arabistin Prof. Dr. [Name] über historische Wissensüberlieferungen und kulturelle Begegnungen referieren. Diese Formate fördern nicht nur den Dialog, sondern beleuchten auch aktuelle gesellschaftliche Debatten – etwa zur Rolle von Frauen in der Philosophie oder den historischen Austausch zwischen islamischer Welt und Europa.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf handwerklichen und künstlerischen Angeboten, die traditionelle Kunstformen mit moderner Kreativität verbinden. So werden etwa Kalligraphie-Workshops angeboten, in denen Teilnehmende unter Anleitung erfahrener Künstler:innen eigene Werke schaffen – sei es eine persönliche Osterkarte oder ein künstlerisches Statement. Diese Workshops zeigen, wie ästhetische Traditionen lebendig gehalten und neu interpretiert werden können.
Mit Ausstellungen wie der Reihe „Frauen in der arabischen Kunst“ setzt der Divan seine Mission fort, internationale Stimmen hörbar zu machen. Durch die Präsentation weiblicher Perspektiven und Zukunftsvisionen entsteht eine visuelle Erzählung, die gesellschaftliche Reflexion anregt und den interkulturellen Dialog stärkt. Als Ort der Begegnung und des Austauschs bleibt der Divan damit ein zentraler Akteur im Berliner Kulturszene – ein Ort, an dem Geschichte und Gegenwart aufeinandertreffen.