DITIB-Sehitlik Moschee
Highlights
- Die Şehitlik-Moschee in Berlin wurde von 1999 bis 2005 auf dem historischen Türkischen Friedhof errichtet.
- Sie bietet Platz für 1500 Gläubige und verfügt über einen 365 m² großen Gebetssaal im ersten Obergeschoss.
- Das Kulturzentrum umfasst auch ein Begegnungszentrum und wird teilweise durch Spenden der Gemeinde finanziert.
Tipps
- Die Moschee bietet eine ruhige Atmosphäre und ist ideal für Besucher, die einen sauberen und einladenden Ort für Gebet oder Besinnung suchen.
- Offene Gespräche sind willkommen – Besucher können sich über religiöse oder persönliche Themen austauschen und neue Kontakte knüpfen.
- Der Garten und der Teeraum laden zur Entspannung ein und vermitteln einen Eindruck türkisch-islamischer Kultur in Berlin.
Eigenschaften
Über DITIB-Sehitlik Moschee
Die DITIB-Sehitlik Moschee in Berlin ist eine bedeutende religiöse und kulturelle Einrichtung im Bezirk Neukölln. Sie wurde auf dem Gelände des historischen Türkischen Friedhofs errichtet, der ursprünglich im Jahr 1866 als Diplomatenfriedhof angelegt worden war. Der Name „Şehitlik“ leitet sich von dem türkischen Begriff „Şehit“ ab, was auf Deutsch „Märtyrer“ bedeutet, und bezieht sich somit auf den Friedhof. Die Moschee entstand zwischen den Jahren 1999 und 2005 und ist Teil eines größeren Kulturzentrums, das von der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) betrieben wird.
Das Gebäudekomplex umfasst mehrere Bauabschnitte und bietet neben der Moschee auch Räume für kulturelle und gesellschaftliche Zwecke. Die Moschee selbst verfügt über einen Gebetssaal im ersten Obergeschoss mit einer Fläche von 365 Quadratmetern, der Platz für bis zu 1500 Gläubige bietet. Im Erdgeschoss befindet sich ein weiterer Gebetsraum, der auch als Versammlungsraum genutzt wird, während sich im Kellergeschoss eine Mehrzweckhalle befindet. Die Frauen beten üblicherweise im Galeriegeschoss. Die Architektur orientiert sich an traditionellen islamischen Mustern und vermittelt eine Atmosphäre der Ruhe und Spiritualität. Die Planung stammt vom türkischen Architekten Hilmi Şenalp, der auch für den Bau anderer Moscheen international tätig war.
Die Moschee dient vor allem der muslimischen Gemeinde in den Bezirken Neukölln und Kreuzberg als zentrale Gebetsstätte. Neben den regelmäßigen Gebeten finden hier auch Begräbniszeremonien statt, bevor die Verstorbenen auf muslimischen Grabfeldern in Berlin oder im Ausland bestattet werden. Der direkt angrenzende Türkische Friedhof sowie das muslimische Grabfeld im Neuen Garnisonfriedhof sind bereits vollständig ausgelastet. Die Einrichtung fungiert darüber hinaus als Gemeindezentrum und bietet Raum für gesellschaftliche Aktivitäten. Im Jahr 2015 wurde ein Informations- und Begegnungszentrum im Komplex eröffnet, das unter anderem Ausstellungen zu der Geschichte muslimischer Gemeinschaften in Brandenburg-Preußen zeigt.
Besucher berichten von einer einladenden Atmosphäre, sauberen Räumen und freundlichem Personal. Die Architektur wird als beeindruckend beschrieben, und viele Gäste schätzen die Möglichkeit, sich über religiöse und kulturelle Themen auszutauschen. Die Moschee gilt als Ort der Besinnung, der auch für Menschen offen ist, die Interesse an einem Gespräch über Glauben oder persönliche Anliegen haben. Die Außenanlagen, darunter ein Teeraum und ein gepflegter Garten, tragen zur ruhigen und einladenden Atmosphäre bei.