Ehemaliger Güteraußenring
Highlights
- Der Berliner Güteraußenring wurde 1940/41 als 45 km lange Eisenbahntrasse von Teltow nach Karow erbaut.
- Der südliche Abschnitt von Teltow bis Grünau wurde bis 1951 stark genutzt und später stillgelegt.
- Der östliche Teil ab Grünauer Kreuz wird seit 1962 für die S-Bahn verwendet und gehört zum Berliner Außenring.
Tipps
- Nutzen Sie die S-Bahn-Strecke von Schönefeld bis Karow, um Teile des ehemaligen Güteraußenrings zu erkunden.
- Besuchen Sie das Biesdorfer Kreuz, wo der ehemalige Güteraußenring die Ostbahn unterquert.
- Fragen Sie vor Ort nach historischen Informationen, da Teile der Strecke heute als Naherholungsgebiet genutzt werden.
Eigenschaften
Ausflug Natur Park Stadt Berlin: Ehemaliger Güteraußenring
Der ehemalige Güteraußenring (GAR) ist ein bedeutender historischer Eisenbahnverlauf im Berliner Stadtgebiet, insbesondere im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Ursprünglich als Teil umfassender Planungen zur Entlastung des innerstädtischen Güterverkehrs entworfen, entstand die Strecke in den frühen 1940er Jahren. Sie verlief etwa 45 Kilometer lang von Teltow im Süden bis nach Karow im Norden und sollte als Ring um Berlin dienen. Im Zuge des Zweiten Weltkriegs wurde der südliche Abschnitt nur provisorisch errichtet und später durch den Berliner Außenring ersetzt.
Der Verlauf des Güteraußenrings begann im Güterbahnhof Teltow und führte nordöstlich über Osdorf, Lichtenrade und Großziethen bis nach Schönefeld. Von dort verlief die Trasse weiter über Altglienicke zum Grünauer Kreuz. Der nördliche Teil von Grünau bis Karow folgte in etwa der späteren Streckenführung des Berliner Außenrings und führte durch Gebiete wie Eichgestell und Wuhlheide. Östlich von Schönefeld wird dieser Abschnitt heute von der S-Bahn genutzt. Der Rest der Strecke wurde nach und nach stillgelegt und größtenteils abgebaut.
Im weiteren Verlauf verband der Güteraußenring wichtige Knotenpunkte des Berliner Eisenbahnnetzes, darunter das Biesdorfer Kreuz, wo die Ostbahn unterquert wurde. Eine spätere Erweiterung führte sogar bis nach Oranienburg, wobei dieser nördliche Abschnitt jedoch eher dem Zweck diente, West-Berlin während der Teilung zu umgehen, und nicht mehr dem ursprünglichen Verlauf des GAR entsprach.
Historisch gesehen war der Güteraußenring Teil eines langfristigen Konzepts zur Schaffung einer Güterumgehung um Berlin. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden verschiedene Abschnitte solcher Umgehungsstrecken gebaut, wie etwa die Verbindungen zwischen Jüterbog und Nauen oder Oranienburg. Die Planungen für den südöstlichen Teil, der letztendlich als Güteraußenring realisiert wurde, zogen sich jedoch über mehrere Jahrzehnte hinweg und wurden durch beide Weltkriege beeinflusst. Die Umsetzung blieb aufgrund der Kriegsereignisse und späterer politischer Entwicklungen unvollständig.
In der Nähe
Ausflugsziele in der Nähe
Weitere Anbieter
Wetter & Pollenflug am Standort
Häufige Fragen zu Ehemaliger Güteraußenring
Was war der Güteraußenring in Berlin?
Quelle: wikipedia
Wann wurde der Güteraußenring stillgelegt?
Quelle: wikipedia
Welche Strecke verband der Güteraußenring?
Quelle: wikipedia
Wie hieß der nördliche Teil des Güteraußenrings?
Quelle: wikipedia