Galerie

Fantom

Hektorstraße, 10711 Berlin

Highlights

  • Fantom forscht seit 1989 zu Vertreibungen und Schicksalen der Deutschen aus Osteuropa – mit über 40 Filmen und Zeitzeugeninterviews.
  • Der Verein organisiert Historikertreffen und Ausstellungen wie ‚Die Brücke‘, die europäische Erinnerungskultur und künstlerische Projekte verbindet.
  • Künstler wie Malte Hein arbeiten im Fantom-Netzwerk an Performances, die historische Themen wie Wolfs Erzählungen neu interpretieren.

Tipps

  • Im Rahmen der Berlinale finden Performances statt, die Film und Live-Kunst verbinden und aktuelle Debatten über Migration und Identität aufgreifen.
  • Die Präsentation des Kassandra-Zyklus von Malte Hein bietet Einblicke in eine künstlerische Auseinandersetzung mit den Filmen des Filmemachers und deren Themen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur-Galerie Fantom: Berlin entdecken

Das Fantom in Berlin ist eine einzigartige Kunstgalerie und ein kulturelles Zentrum, das sich intensiv mit der jüngeren deutschen und europäischen Geschichte auseinandersetzt. Gegründet von dem in Siebenbürgen geborenen Filmemacher, der seit den 1990er-Jahren Archive und Zeitzeugeninterviews nutzt, um das Schicksal der Deutschen aus dem Südosten Europas zu dokumentieren, verbindet der Verein Kunst, Forschung und öffentliche Diskussion. Durch mehr als vierzig Filme und Ausstellungen schafft Fantom eine Plattform, auf der historische Narrative lebendig werden und neue Perspektiven entstehen.

Ein zentrales Anliegen des Vereins ist die Förderung des interkulturellen Austauschs. Der zwölfteilige Kassandra-Zyklus des Berliner Künstlers Malte Hein, der in Zusammenarbeit mit dem Filmemacher entstand, zeigt dies exemplarisch: Die Ausstellung verbindet Live-Performance mit Filmentwicklung und thematisiert die komplexen Erinnerungen an Vertreibung und Neuorientierung. Solche Projekte unterstreichen, wie Kunst und Geschichte Hand in Hand gehen, um gesellschaftliche Debatten zu inspirieren.

Fantom organisiert regelmäßig Veranstaltungen wie das Historikertreffen, bei dem Wissenschaftler, Künstler und Publizisten über historische Themen diskutieren. Ergänzt werden diese Tagungen durch Archivführungen, die Einblicke in die umfangreichen Bestände des Vereins bieten. Besonders bemerkenswert ist das Kriegskinderprojekt, das junge Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern zusammenbringt, um gemeinsam Brücken zwischen den Generationen und Kulturen zu bauen.

Durch die Verbindung von künstlerischen, historischen und pädagogischen Ansätzen wird Fantom zu einem lebendigen Ort der Erinnerungskultur. Ob durch Ausstellungen, Filmvorführungen oder Dialogformate – der Verein zeigt, wie Kunst die Vergangenheit aufgreift und sie für die Gegenwart fruchtbar macht. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur europäischen Erinnerungskultur und zum Verständnis gemeinsamer Geschichte.

Als Ort der Begegnung und Reflexion steht Fantom für die Überzeugung, dass Geschichte nicht nur dokumentiert, sondern auch erlebt werden muss. Durch die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern und die Einbindung von Zeitzeugen entsteht ein Netzwerk, das Geschichte greifbar und nachvollziehbar macht – immer mit dem Ziel, aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen.

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