Denkmal/Gedenkstätte

Fritz Hasselhuhn

Kiefholzstraße 221, 12437 Berlin-Bezirk Treptow-Köpenick

Highlights

  • Fritz Hasselhuhn wurde 1910 in Berlin geboren und gehörte verschiedenen sozialistischen Jugend- und Widerstandsorganisationen an.
  • Während des NS-Regimes half er Juden mit gefälschten Ausweisen und lebte unter falschem Namen im Untergrund.
  • Er wurde 1943 im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet und ist auf dem Friedhof Baumschulenweg begraben.

Tipps

  • Der Friedhof ist gut gepflegt und bietet ausreichend Sitzgelegenheiten an.
  • Parkplätze sind vorhanden, auch für Menschen mit Behinderung.
  • Am Parkplatz befindet sich ein Blumenladen mit Spendenmöglichkeit für Gießkannen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Fritz Hasselhuhn

Der „Fritz Hasselhuhn“ ist ein friedlicher und gepflegter Friedhof im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick, der sich durch seine ruhige Atmosphäre und sorgfältige Instandhaltung auszeichnet. Mit reichlich Sitzgelegenheiten und einem großen Parkplatz, der auch behindertengerechte Stellplätze bietet, lädt der Ort zum Verweilen und Gedenken ein. Besucher finden auf dem Gelände nicht nur eine würdige Ruhestätte, sondern auch einen Ort der Erinnerung an mutige Persönlichkeiten, die sich im Widerstand gegen das NS-Regime engagierten.

Der Friedhof Baumschulenweg, auf dem Fritz Hasselhuhn begraben ist, gliedert sich in einen historischen alten sowie einen etwas jüngeren neuen Teil. Ursprünglich aufgrund von Platzmangel im Jahr 1911 angelegt, erstreckt sich der Friedhof heute über eine Fläche von rund 320.000 Quadratmetern. Das Gelände beherbergt mehrere bedeutende Gedenkstätten, darunter der Ehrenhain für die Opfer des Nationalsozialismus sowie Grabstätten von Widerstandskämpfern und Kriegsopfern beider Weltkriege. Besonders hervorzuheben ist die Stele mit vier Bronzefiguren des Bildhauers Gerhard Thieme, die an die Verfolgten des NS-Regimes erinnert.

Fritz Hasselhuhn selbst war ein engagiertes Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) und aktiver Widerstandskämpfer gegen das nationalsozialistische Regime. Nach seiner Desertion aus der Wehrmacht lebte er unter falscher Identität in Berlin und unterstützte untergetauchte Juden mit gefälschten Ausweisdokumenten. Wegen seiner mutigen Handlungen wurde er 1943 vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt und starb im Zuchthaus Brandenburg-Görden. Seine Urne wurde auf dem Friedhof Baumschulenweg beigesetzt. Seit 2020 erinnert ein Stolperstein vor seiner ehemaligen Wohnung in der Kiefholzstraße an sein Leben und Wirken.

Der Friedhof bietet nicht nur einen Ort der Trauer und Besinnung, sondern auch eine Verbindung zur Berliner Geschichte und Kultur. Die Kombination aus historischem Friedhofsgelände, gepflegten Anlagen und wichtigen Gedenkstätten macht ihn zu einem lohnenswerten Ausflugsziel für alle, die sich für die Geschichte des Widerstands und die Erinnerungskultur Berlins interessieren. Auf dem Gelände gibt es zudem praktische Einrichtungen wie einen Blumenladen und ausreichend Parkmöglichkeiten.

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