Galerie

Galerie Michael Werner

Hardenbergstraße 9A, 50926 Berlin

Highlights

  • Galerie Michael Werner zeigt aktuelle Werke von Markus Lüpertz (*1941) zur ‚Überwindung der Moderne‘ – eine rigorose Neuerzählung mythologischer Motive.
  • RÉQUICHOT-Ausstellung präsentiert abstrakte Gemälde mit kubistischen Wurzeln, inspiriert von romanischen Fresken und Todesmetaphern als Übergang.
  • Rollstuhlgerechter Zugang und WC; Kataloge mit Essays von Gohr/Jensen (Lüpertz) und Dagen/Ripplinger (RÉQUICHOT) begleiten die Ausstellungen.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Besuch der Ausstellungssäle und der barrierefreien Toiletten.
  • Der begleitende Katalog zur Lüpertz-Ausstellung enthält Essays von Sigfried Gohr, Nils Emmerichs, Ulf Jensen und Rainer Metzger zur künstlerischen Position des Malers.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur-Galerie Berlin: Michael Werner

Die Galerie Michael Werner in Berlin zählt zu den bedeutendsten Adressen der zeitgenössischen Kunstszene und präsentiert mit ihrem Programm eine vielseitige Auswahl internationaler Künstlerinnen und Künstler. Gegründet von dem gleichnamigen Galeristen, der sich durch eine konsequente Fokussierung auf herausragende Positionen auszeichnet, bietet die Galerie ein Forum für experimentelle Ansätze und provokante künstlerische Fragestellungen. Besonders bekannt ist sie für ihre Fähigkeit, etablierte Namen wie auch aufstrebende Talente zu fördern – stets mit einem klaren Blick auf die gesellschaftliche und ästhetische Relevanz der Werke.

Ein zentraler Schwerpunkt der Galerie liegt auf der Auseinandersetzung mit der Malerei als Medium im Wandel. Aktuell wird dies etwa in der Ausstellung Markus Lüpertz oder die Überwindung der Moderne deutlich, die Lüpertz’ radikale Neupositionierung der figürlichen Malerei zeigt. Der Künstler, der seit den 1960er-Jahren als einer der prägendsten Vertreter der deutschen Nachkriegsmoderne gilt, verbindet in seinen Werken mythologische Motive mit einer rigorosen Bildordnung. Der Ausstellungstitel verweist auf Lüpertz’ programmatische Haltung: die ständige Infragestellung traditioneller Malerei durch eine eigene, selbstbewusste Bildsprache. Die Präsentation wird von einem Katalog mit Essays renommierter Kunstwissenschaftler begleitet, der die künstlerische Entwicklung Lüpertz’ in den Kontext zeitgenössischer Diskurse stellt.

Neben etablierten Größen wie Lüpertz widmet sich die Galerie auch weniger bekannten, aber equally faszinierenden Positionen. Ein Beispiel hierfür ist die Ausstellung RÉQUICHOT, die das Werk des französischen Künstlers Jean-Pierre Réquichot zeigt. Réquichot, dessen Schaffen sich zwischen Abstraktion und figurativer Malerei bewegt, verbindet in seinen Werken poetische Lyrik mit einer tiefen Auseinandersetzung mit Tod und Transzendenz. Die Ausstellung beleuchtet dabei seine frühen Einflüsse durch kubistische Techniken und seine spätere Hinwendung zu symbolträchtigen Motiven, die an literarische Vorlagen anknüpfen. Der begleitende Katalog bietet Einblicke in die komplexe Symbolik seiner Bilder und unterstreicht Réquichots einzigartige Position zwischen Abstraktion und Erzählung.

Die Galerie Michael Werner zeichnet sich durch eine barrierefreie Ausrichtung aus: Der Zugang ist rollstuhlgerecht gestaltet, und auch die Sanitäranlagen sind entsprechend ausgestattet. Dies spiegelt das Engagement der Galerie für eine inklusive Kunstvermittlung wider – ein Aspekt, der besonders in einer Stadt wie Berlin, die sich als weltoffener Kulturort versteht, eine wichtige Rolle spielt. Wer sich für die Spannung zwischen Tradition und Innovation in der Malerei interessiert, findet hier nicht nur aktuelle Positionen, sondern auch eine reflektierte Auseinandersetzung mit den Grundfragen des künstlerischen Schaffens.

Mit ihrem Programm positioniert sich die Galerie als wichtiger Ort der Debatte über die Zukunft der Malerei. Ob durch die radikale Neuerfindung figürlicher Formen bei Lüpertz oder die poetisch-abstrakten Visionen Réquichots – die Ausstellungen laden dazu ein, die Grenzen des Mediums neu zu denken. Für alle, die sich für die Schnittstelle von Kunst, Geschichte und Gegenwart begeistern, ist die Galerie Michael Werner ein unverzichtbarer Besuch in Berlins lebendiger Kunstlandschaft.

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