Galerie

Galerie15

Kuno-Fischer-Straße 15, 10715 Berlin

Highlights

  • Galerie15 in Berlin zeigt kontroverse Positionen zur urbanen Kunst ohne einheitliche Perspektive – ein offenes Diskursfeld.
  • Die Stiftung Michael Thomas Schröder kuratiert seit 2021 politische und dokumentarische Ausstellungen zu gesellschaftskritischen Themen.
  • Anne Dérian verbindet Architektur und Intuition in ihrer Einzelausstellung – Atelierprozess wird Teil des Besucher*innen-Erlebnisses.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur-Ausflug Galerie15 Berlin

Die Galerie15 in Berlin ist ein zentraler Ort für zeitgenössische Kunst und politische Auseinandersetzung, verbunden mit der Stiftung Michael Thomas Schröder – Sammlung für Gegenwartskunst. Die Stiftung, 2021 gegründet, widmet sich der Bewahrung und Präsentation von Werken der 1970er-, 80er- und 90er-Jahre und fördert durch Ausstellungen, Kataloge und künstlerische Projekte einen lebendigen Diskurs über gesellschaftliche Themen. Ihr Gründer, Michael Thomas Schröder, war bereits zuvor als Kurator und Initiator provokanter Ausstellungen bekannt – etwa in der Kunsthalle Hallensee oder der Orangerie Schloss Charlottenburg, wo er Schwerpunkte wie „Kunst im Exil“ oder „Kunst gegen Rechts“ setzte.

Die Galerie15 versteht sich als offenes Experimentierfeld, das keine einheitliche Perspektive auf urbane oder politische Fragestellungen bietet, sondern vielmehr eine Vielfalt künstlerischer Positionen zusammenführt. Besonders bemerkenswert ist die INVITATION-Ausstellungsreihe, die bewusst Abseits des Mainstreams bleibt und Mut zur radikalen Ästhetik und gesellschaftskritischen Haltung zeigt. Hier wird Kunst nicht nur präsentiert, sondern oft auch als lebendiger Prozess erfahrbar – etwa durch Ateliersituationen oder partizipative Formate. Die Stiftung pflegt enge Verbindungen zu internationalen Künstler*innen und Gruppen wie RATGEB, die gemeinsam an Projekten wie „Brokdorf“ oder „§ 218“ arbeiteten.

Aktuell präsentiert die Galerie15 in einer Einzelausstellung die französische Künstlerin Anne Dérian, die mit Werken zwischen Zeichnung und Skulptur ihre architektonische Prägung mit intuitiver Naturbeobachtung verbindet. Unter dem Titel *„Inmost / Almost“* werden zwei kontrastierende Facetten ihres Schaffens sichtbar: Während ihre Arbeiten oft aus direkter Auseinandersetzung mit der Natur entstehen, spiegeln sie zugleich eine tiefe Ehrfurcht vor der Komplexität der Schöpfung wider. Der Raum wird dabei nicht nur als Ausstellungsfläche, sondern auch als ihr Atelier genutzt – der kreative Prozess wird damit für Besucher*innen greifbar und transparent.

Die Galerie15 knüpft an eine lange Tradition politisch engagierter Kunst in Berlin an, ohne sich auf eine bestimmte Strömung festzulegen. Stattdessen bietet sie Raum für kontroverse Debatten, experimentelle Formate und die Begegnung mit Werken, die gesellschaftliche Normen hinterfragen. Ob durch historische Sammlungen, aktuelle Einzelausstellungen oder kollaborative Projekte – hier wird Kunst als Werkzeug für Reflexion und Veränderung verstanden. Die Stiftung und ihre Partner*innen schaffen damit ein lebendiges Netzwerk zwischen Vergangenheit und Gegenwart, das Berliner Kunstszene wie auch internationale Positionen verbindet.

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