Gartenarbeitsschule Steglitz-Zehlendorf
Tipps
- Tägliche Wechsel zwischen drinnen und draußen nutzen, um biologische Prozesse hautnah zu erleben.
- Schülerinnen und Schüler können eigene Schulbeete langfristig betreuen und so nachhaltiges Verhalten praktisch erlernen.
- Workshops und Lehrpfade bieten handlungsorientierten Zugang zu ökologischen Zusammenhängen.
Eigenschaften
Über Gartenarbeitsschule Steglitz-Zehlendorf
Die Gartenarbeitsschule Steglitz-Zehlendorf zählt zu den ältesten und traditionsreichsten Bildungseinrichtungen ihrer Art in Berlin. Seit fast einem Jahrhundert bietet sie Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, praktische Gartenarbeit zu erleben und dabei naturwissenschaftliche Zusammenhänge hautnah zu erfahren. Die Schule ist im Berliner Schulgesetz verankert und arbeitet eng mit dem Berliner Rahmenlehrplan zusammen. Sie dient nicht nur als Ort für Unterricht und Forschung, sondern ist auch ein Rückzugsort für verschiedene Tier- und Pflanzenarten, darunter auch seltene Arten. Das Gelände lädt mit seiner Vielfalt zum Entdecken und Verweilen ein und trägt somit aktiv zur ökologischen Bildung bei.
Das Gelände der Gartenarbeitsschule erstreckt sich über eine Fläche, die sowohl für pädagogische Angebote als auch als Lebensraum für heimische Arten genutzt wird. Ein besonderes Highlight ist der Wildbienen-Lehrpfad, der die Hauptachse des Gartens bildet und den Besucherinnen und Besuchern einen anschaulichen Zugang zur Welt der Bestäuber ermöglicht. Im Frühjahr verwandeln tausende Frühblüher das Areal in ein farbenfrohes Blütenmeer, während Apfelbäume verstreut über das Gelände verteilt das Jahr über Struktur und Lebensraum bieten. Neben dem Freigelände verfügt die Schule auch über eine überdachte Veranda sowie ein modernes Holz-Klassenzimmer, die je nach Wetter und Bedarf für den Unterricht genutzt werden.
Die pädagogischen Angebote richten sich an verschiedene Altersgruppen und werden sowohl für Kitas als auch für Grund- und Oberschulen konzipiert. Die Workshops fördern handwerkliche Fähigkeiten, sensibles Naturverständnis und ein nachhaltiges Konsumverhalten. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei beispielsweise, wie man Pflanzen schützt, Böden pflegt und ökologische Kreisläufe versteht. Die Inhalte der Unterrichtsangebote sind eng mit dem Berliner Lehrplan verzahnt und unterstützen Lehrkräfte dabei, Theorie und Praxis sinnvoll miteinander zu verbinden. Neben Einzelbesuchen können auch langfristige Projekte wie das Betreuen eigener Schulbeete realisiert werden.
Die Gartenarbeitsschule ist Teil des Schulumweltzentrums Steglitz-Zehlendorf, das zusätzlich die Freilandlabore in Steglitz und Zehlendorf umfasst. Diese drei grünen Lernorte bieten unterschiedliche Schwerpunkte und ermöglichen es Kindern und Jugendlichen, die Natur in ihren vielfältigen Facetten kennenzulernen. Während das Freilandlabor Steglitz auf ehemaligen Brachflächen liegt und wilde Naturräume zeigt, bietet das Freilandlabor Zehlendorf mit seinen Teichen, Streuobstwiesen und Bienenweiden einen besonders vielfältigen Lebensraum. Zusammen bilden sie ein Netzwerk an außerschulischen Lernorten, die Berliner Bildungseinrichtungen offenstehen.
Mit ihrem klaren pädagogischen Konzept, der engen Verzahnung mit der Natur und der langjährigen Erfahrung hat die Gartenarbeitsschule Steglitz-Zehlendorf sich als wertvoller Partner für Schulen und Kitas etabliert. Die überwiegend positive Resonanz der Besucherinnen und Besucher unterstreicht die Qualität der Arbeit vor Ort. Ob als Ausflugsziel, Workshoport oder langfristiger Lernort – die Schule bietet ideale Voraussetzungen, um Kindern und Jugendlichen den Wert und die Schönheit der Natur näherzubringen.