Gedenktafel Elsa und Hermann Strauß
Highlights
- Hermann Strauß war von 1910 bis 1942 Direktor der Inneren Medizin am Jüdischen Krankenhaus Berlin.
- Er entwickelte wichtige medizinische Geräte wie die Straußsche Kanüle und das Procto-Sigmoidoskop.
- Das Ehepaar Strauß wohnte von 1937 bis 1942 am Kurfürstendamm 184, wo heute eine Gedenktafel angebracht ist.
Tipps
- Gedenktafel befindet sich im Ortsteil Berlin-Westend, nahe der Herbartstraße.
- Hermann Strauß war von 1910 bis 1942 Leiter der Inneren Medizin am Jüdischen Krankenhaus Berlin.
- Elsa und Hermann Strauß wurden 1942 ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo Hermann 1944 starb.
Eigenschaften
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Die Gedenktafel für Elsa und Hermann Strauß in Berlin erinnert an das Schicksal eines jüdischen Arztehepaars, das maßgeblich zur medizinischen Versorgung der jüdischen Bevölkerung der Stadt beitrug und während der nationalsozialistischen Verfolgung deportiert wurde. Hermann Strauß war von 1910 bis 1942 Direktor der Abteilung für Innere Medizin des Jüdischen Krankenhauses Berlin und zählte zu den renommiertesten Internisten seiner Zeit. Seine wissenschaftlichen Beiträge umfassen unter anderem die Entwicklung medizinischer Instrumente sowie mehrere diagnostische Verfahren, die noch heute in der medizinischen Praxis Erwähnung finden.
Gemeinsam mit seiner Frau Elsa, die aus einer wohlhabenden Berliner Familie stammte, lebte Hermann Strauß ab 1937 in einer Wohnung am Kurfürstendamm. Elsa Strauß war eng mit der Berliner Kulturszene verbunden, unter anderem durch ihre Familie, die unter anderem James Simon, einen bedeutenden Kunstmäzen, zählte. Das Paar verlor mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten seine gesellschaftliche und berufliche Stellung. Hermann Strauß wurde 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1944 im Ältestenrat und als Leiter des wissenschaftlichen Ausschusses des Ghetto-Gesundheitswesens tätig war. Elsa Strauß folgte ihm dorthin, überlebte jedoch die Befreiung des Lagers nicht.
Die Gedenktafel am ehemaligen Wohnsitz des Ehepaares wurde im Jahr 2015 angebracht und erinnert seitdem an ihr Leben und Wirken. Sie dokumentiert nicht nur ihre persönliche Geschichte, sondern steht exemplarisch für das Schicksal vieler jüdischer Intellektueller und Mediziner, die unter dem NS-Regime verfolgt und ermordet wurden. Der Standort am Kurfürstendamm verweist auf die Zeit, in der das Paar noch in Freiheit leben konnte und Berlin als Zentrum jüdischen Lebens und kulturellen Austauschs prägte.
Heute befindet sich an dieser Stelle ein Pflegeheim, das den Namen Hermann Strauss trägt und in unmittelbarer Nähe weiterhin medizinische Versorgung anbietet – eine symbolische Verbindung zur medizinischen Tradition des Namensgebers. Die Einrichtung wird von den Angehörigen positiv bewertet, was zeigt, dass die humanitäre Haltung, die Hermann Strauß einst prägte, bis heute in gewisser Form fortwirkt. Die Gedenktafel selbst ist somit nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein Mahnmal für die Werte von Menschlichkeit, Wissenschaft und Solidarität.
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Häufige Fragen zu Gedenktafel Elsa und Hermann Strauß
Wer waren Hermann und Elsa Strauß?
Quelle: wikipedia
Wo befindet sich die Gedenktafel für Hermann und Elsa Strauß in Berlin?
Quelle: wikipedia
Welche medizinischen Verdienste hatte Hermann Strauß?
Quelle: wikipedia
Was geschah mit Hermann und Elsa Strauß während der NS-Zeit?
Quelle: wikipedia