Gemeinnütziger Verein "Garten der Begegnung" e.V.
Highlights
- Seit 2021 verwaltet der gemeinnützige Verein ‚Garten der Begegnung‘ e.V. einen barrierefreien Gemeinschaftsgarten mit rollstuhlgerechten Wegen, WC und Parkplatz in Marzahn-Mitte.
- Der Garten bietet 99 Beete, ein restauriertes Biotop mit Teich und tierischen Bewohnern sowie barrierefreie Sitzgelegenheiten und eine induktive Höranlage für inklusive Nutzung.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen barrierefreien Eintritt in den Garten und die Nutzung aller Bereiche.
- Sitzgelegenheiten sind an verschiedenen Orten verteilt, darunter auch rollstuhlgerechte Plätze für längere Aufenthalte.
- Ein rollstuhlgerechtes WC steht für Besucher zur Verfügung, um die Nutzung des Gartens für alle zu erleichtern.
Eigenschaften
Naturpark-Ausflug Berlin: Garten der Begegnung e.V.
Der Gemeinnützige Verein „Garten der Begegnung“ e.V. in Berlin-Marzahn hat aus einer ehemaligen Brache ein lebendiges Stück Natur und sozialen Begegnungsort geschaffen. Eingebettet zwischen Plattenbauten verwandelte der Verein ein ungenutztes Gelände in einen barrierefreien Gemeinschaftsgarten, der seit 2021 unter seiner Trägerschaft steht. Der Garten ist ein Kontrast zur urbanen Umgebung: Hier finden Besucher:innen nicht nur eine grüne Oase, sondern auch ein aktives Projekt, das Nachbarschaft, Umweltbewusstsein und Tierfreundlichkeit verbindet.
Die Ursprünge des Gartens reichen bis in die 1980er Jahre zurück, als die Rieselfelder am Rande Berlins zu Marzahn umgestaltet wurden. Ursprünglich diente das Gelände als Schulgarten der „Sonnenhut-Grundschule“, die später in den 2000er Jahren abgerissen wurde. Aus den Trümmern der Vergangenheit entstand jedoch ein neues Konzept: Mit Unterstützung durch das Quartiersmanagement und Initiativen wie „BENN“ (Berlin entwickelt neue Nachbarschaften) wurde das Gelände schrittweise in einen Begegnungsort umgewandelt. Heute prägen 99 Beete, ein restaurierter Teich mit Biotop-Charakter und spezielle Sitzbereiche das Bild – inklusive rollstuhlgerechter Wege und Sanitäranlagen.
Ein besonderes Highlight ist das „Lehmhaus“, dessen Grundstein 2008 gelegt wurde. Es dient als Treffpunkt für Workshops, Events und Bildungsangebote, etwa im angrenzenden „Grünen Klassenzimmer“ oder dem „Öko-Labor“. Der Garten ist zudem ein Ort der Artenvielfalt: Frösche, Molche und Eidechsen leben am Teich, während Kräuterspiralen und bienenfreundliche Pflanzen das Mikroklima bereichern. Seit 2017 war der Garten sogar Außenstandort der „Internationalen Gartenausstellung“ in den „Gärten der Welt“ – ein Zeichen für seine Bedeutung als urbanes Grünflächenmodell.
Der „Garten der Begegnung“ ist mehr als ein Park: Er ist ein lebendiges Projekt, das seit Jahrzehnten von Anwohner:innen, Gärtner:innen und Initiativen mitgestaltet wird. Ob beim gemeinsamen Pflanzen, bei Bürgerveranstaltungen oder im Austausch über Nachhaltigkeit – hier entsteht Gemeinschaft. Barrierefreiheit steht dabei im Vordergrund: Rollstuhlgerechte Wege, Parkplätze und ein inklusives Konzept machen den Garten für alle zugänglich. Ein Ort, der zeigt, wie aus leeren Flächen etwas Wachsen kann – für Mensch und Natur.