Gustav Gatzke
Highlights
- Gustav Gatzke wurde am 10.9.2013 mit einem Stolperstein in der Eythstraße 69 in Berlin-Schöneberg gedacht.
- Der Stolperstein ist ganztägig zugänglich und erinnert an Gustav Gatzke, ein Opfer der NS-Euthanasieaktion T4.
- Weitere Informationen oder Ergänzungen zur Geschichte des Ortes können über die Kontaktseite eingereicht werden.
Tipps
- Der Stolperstein für Gustav Gatzke befindet sich in der Eythstraße 69 in Berlin-Schöneberg.
- Weitere Informationen oder Ergänzungen zum Stolperstein können über das Kontaktformular der Website eingereicht werden.
Eigenschaften
Über Gustav Gatzke
Der Stolperstein für Gustav Gatzke in Berlin erinnert an das Schicksal eines Opfers der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen. Er wurde am 10. September 2013 in der Eythstraße 69 in Berlin-Schöneberg verlegt und ist ganztägig zugänglich. Die Gedenkstätte gehört zum Netzwerk der Stolpersteine, die in Deutschland und darüber hinaus an die ermordeten und verfolgten Menschen des Nationalsozialismus erinnern.
Gustav Gatzke war wie zahlreiche andere Opfer an einer Behandlung in den psychiatrischen Einrichtungen des NS-Regimes gestorben. Die sogenannte Aktion T4, benannt nach der Berliner Adresse Tiergartenstraße 4, war ein staatlich organisiertes Tötungsprogramm, das gezielt Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen ermordete. Die Opfer wurden zunächst in sechs speziellen Anstalten durch Vergasung getötet; nach einem scheinbaren Stopp dieses Verfahrens im Jahr 1941 setzte die systematische Ermordung in Einrichtungen durch Medikamente und Vernachlässigung fort.
Die Stolpersteine sind kleine, messingene Gedenktafeln, die in den Boden vor dem letzten selbst gewählten Wohnsitz eines Opfers eingelassen werden. Sie tragen den Namen, das Geburtsdatum sowie wichtige Stationen des Lebens und Todes des jeweiligen Menschen. Der Stolperstein für Gustav Gatzke folgt diesem Konzept und ermöglicht so eine individuelle Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft direkt im Alltag.
Die Initiative zur Verlegung der Stolpersteine wird von verschiedenen Institutionen unterstützt, darunter auch der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin. Die Gedenksteine sind Teil eines breiteren Bildungs- und Erinnerungsprojekts, das nicht nur das Gedenken an die Opfer wahrnimmt, sondern auch den Besucher*innen die historischen Zusammenhänge nahebringt. Die Stolperstein-Gedenkstätten sind somit Orte des Stillstands, des Nachdenkens und der Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus.