Jagdschloss Grunewald
Highlights
- Das Jagdschloss Grunewald ist Berlins ältester erhaltener Schlossbau und wurde 1542/43 unter Kurfürst Joachim II. errichtet.
- Es beherbergt die größte Cranach-Sammlung Berlins sowie Werke der deutschen und niederländischen Malerei des 15. bis 19. Jahrhunderts.
- Das Schloss liegt am Grunewaldsee im Bezirk Steglitz-Zehlendorf und ist seit 1932 museal nutzbar.
Tipps
- Das Jagdschloss Grunewald ist Berlins ältester erhaltener Schlossbau und liegt am Grunewaldsee in Dahlem.
- Führungen finden mehrmals täglich statt, letzte Führung eine Stunde vor Schließung; Sonderführungen ermöglichen den Besuch der Herrschergalerie.
- Parkplätze sind begrenzt vorhanden, empfohlen ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Haltestelle „Königin-Luise-Str./Clayallee“.
Eigenschaften
Über Jagdschloss Grunewald
Das Jagdschloss Grunewald ist der älteste erhaltene Schlossbau der Stadt Berlin und zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern der Hauptstadt. Es liegt malerisch am südöstlichen Ufer des Grunewaldsees im Berliner Ortsteil Dahlem, einem Teil des Bezirks Steglitz-Zehlendorf. Ursprünglich als Jagdhaus des Kurfürsten Joachim II. Hector im 16. Jahrhundert erbaut, verkörpert das Schloss den Übergang von der Burgenarchitektur zur Renaissancenutzung als repräsentatives Jagdhaus. Es ist ein eindrucksvolles Zeugnis der frühen Renaissance in der Mark Brandenburg und erhielt seinen Namen vom damals noch als „Zum grünen Wald“ bekannten Bauwerk, das maßgeblich zur Namensgebung des gesamten Grunewaldes beitrug.
Das Schloss beherbergt heute eine der bedeutendsten Sammlungen von Gemälden der deutschen und niederländischen Renaissance, darunter fast 30 Werke von Lucas Cranach dem Älteren und seinem Sohn. Diese Bestände sind Ausdruck des künstlerischen Aufbruchs am Berliner Hof unter Joachim II. und bieten einen faszinierenden Einblick in die höfische Kultur des 16. Jahrhunderts. Ergänzt wird die Dauerausstellung durch eine umfangreiche Jagdzeugsammlung, die in einem separaten Nebengebäude zu sehen ist und die ursprüngliche Funktion des Schlosses als Jagdstation unterstreicht. Die kunst- und kulturhistorische Bedeutung des Hauses wird zudem durch eine Porträtreihe brandenburgisch-preußischer Herrscher sowie durch thematisch ausgerichtete Sonderausstellungen untermauert.
Das Jagdschloss Grunewald ist seit 1932 museal genutzt und gehört heute zur Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Die Besucher*innen erhalten auf geführten Rundgängen fundierte Einblicke in die Architektur, die Sammlungen und die Geschichte des Hauses. Die Führungen genießen bei Gästen ein hohes Ansehen, nicht zuletzt wegen des engagierten und kompetenten Personals. Neben den musealen Angeboten dient das Schloss auch als Veranstaltungsort für Konzerte, Lesungen und kulturelle Veranstaltungen und trägt damit aktiv zum Berliner Kulturleben bei. Die besondere Lage inmitten des Grunewaldes am Ufer des gleichnamigen Sees macht den Besuch zu einem lohnenswerten Ausflugsziel in der Hauptstadt.
Das Schloss ist barrierefrei im Außenbereich erreichbar, wobei der Haupteingang aufgrund der denkmalgeschützten Substanz nicht rollstuhlgerecht ist. Der Hof sowie das Jagdzeugmagazin sind jedoch für Rollstuhlfahrer mit Hilfestellung zugänglich. Der Eintritt erfolgt ausschließlich im Rahmen von Führungen, die in deutscher Sprache angeboten werden. Das nahegelegene Café im Schloss sowie das umliegende Waldgelände laden zudem zu einem entspannten Verweilen ein. Besucher*innen, die sich für höfische Kunst, Renaissancearchitektur oder die Jagdkultur der frühen Neuzeit interessieren, finden im Jagdschloss Grunewald einen beeindruckenden und lehrreichen Ort der Begegnung mit Berliner Geschichte.