Denkmal/Gedenkstätte

Joseph & Elsbeth Herz Stolpersteinen

Hans-Böhm-Zeile 41, 14165 Berlin

Highlights

  • Das Paar wurde 1942 ins Durchgangslager Drancy deportiert und später in Auschwitz-Birkenau ermordet.
  • Ihr Schicksal steht für die systematische Verfolgung und Ermordung jüdischer Bürger durch die NS-Diktatur.

Tipps

  • Die Stolpersteine an der Hans-Böhm-Zeile 49 erinnern an die Verfolgung und Ermordung von Joseph Herz und Elsbeth Stolper durch das nationalsozialistische Regime.
  • Der Verlegeort liegt in der Andreezeile, einem historischen Namen für die heutige Adresse, und gehört zum Bezirk Zehlendorf in Berlin.
  • Die Gedenktafeln sind Teil des Projekts von Gunter Demnig, das an individuelle Schicksale der Opfer zwischen 1933 und 1945 erinnert.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Stolpersteine Berlin: Joseph & Elsbeth Herz

In der Hans-Böhm-Zeile 49 im Berliner Ortsteil Zehlendorf erinnern zwei Stolpersteine an das Schicksal der Eheleute Joseph und Elsbeth Herz. Das Projekt „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig dokumentiert mit kleinen Messingplatten an historischen Orten die Verfolgung und Ermordung von Menschen während der NS-Zeit. Die Steine markieren hier die letzte freie Adresse der Familie vor ihrer Deportation und erinnern an das Leid unzähliger Opfer.

Die Stolpersteine in Zehlendorf sind Teil eines bundesweiten Netzwerks, das seit den 1990er-Jahren an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Jeder Stein trägt den Namen, das Geburts- und Deportationsdatum sowie das Schicksal der betroffenen Person. Joseph und Elsbeth Herz gehörten zu den vielen jüdischen Bürger:innen, die in Deutschland systematisch Entrechtung, Entreißung und schließlich Vernichtung erlebten. Ihr Schicksal steht exemplarisch für die schreckliche Realität der NS-Diktatur.

Das Projekt „Stolpersteine“ verbindet Kunst und Erinnerungskultur, indem es die Opfer vor Ort sichtbar macht – dort, wo sie einst lebten und arbeiteten. Die Ausstellung, die das Projekt begleitet, beleuchtet die historischen Hintergründe und zeigt, wie die Stolpersteine als Gegenöffentlichkeit gegen das Vergessen wirken. Sie thematisiert die Mechanismen der NS-Verfolgung, von der Ausgrenzung über die Deportation bis hin zur systematischen Ermordung in Lagern wie Auschwitz oder Treblinka.

Die Hans-Böhm-Zeile, früher als Andreezeile bekannt, war ein Ort, an dem viele jüdische Familien lebten, bevor sie durch die NS-Politik in den Wahnsinn der Shoah getrieben wurden. Die Stolpersteine für Joseph und Elsbeth Herz sind ein Mahnmal, das an die Verantwortung erinnert, die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten. Sie fordern auf, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen und die Lehren aus der Vergangenheit für die Gegenwart zu ziehen.

Wer sich für die Geschichte der Stolpersteine interessiert, findet in der Ausstellung der Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin vertiefende Informationen. Das Projekt zeigt, wie Kunst und Erinnerungskultur gemeinsam dazu beitragen, die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht zu vergessen und die Opfer individuell zu würdigen. Die Steine in Zehlendorf sind ein stummer, aber eindringlicher Appell an die Passant:innen, innezuhalten und nachzudenken.

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