Körnerpark
Highlights
- Der Körnerpark in Berlin-Neukölln entstand 1912–1916 auf einer ehemaligen Kiesgrube und wurde von Franz Körner der Stadt geschenkt.
- Seit 2004 ist der Park denkmalgeschützt; die neobarocke Anlage beherbergt eine Orangerie mit Café und Galerie.
- Im Park wurde 1912 das Reitergrab aus der Völkerwanderungszeit entdeckt, ein archäologisches Zeugnis aus dem 5./6. Jahrhundert.
Tipps
- Der Körnerpark liegt fünf bis sieben Meter unter dem Straßenniveau und ähnelt einem Schlosspark mit Fontänen und Orangerie.
- Die Orangerie beherbergt ein Café und eine Galerie mit wechselnden Ausstellungen, der Vorplatz dient im Sommer als Veranstaltungsfläche.
- Der Park ist barrierefrei erreichbar, nahe S+U Neukölln und U7 / S41,42,45,46,47 sowie diversen Buslinien gelegen.
Eigenschaften
Ausflug Natur Park Stadt Berlin Körnerpark
Der Körnerpark in Berlin liegt im Bezirk Neukölln und zählt zu den besonderen grünen Oasen der Stadt. Mit einer Fläche von rund 2,4 Hektar ähnelt der Park einem Schlossgarten und überzeugt durch seine kunstvolle Anlage im Stil des Neobarock. Er entstand in einer ehemaligen Kiesgrube, die 1910 von Franz Körner der Stadt geschenkt wurde – unter der Bedingung, dass der Park nach ihm benannt wird. Die Gestaltung des Parks, wahrscheinlich durch H. R. Küllenberg, erfolgte zwischen 1912 und 1916 und sollte dem damaligen Stadtviertel ein repräsentatives und wohnwertsteigerndes Grünareal bieten.
Besucher des Körnerparks werden von einer eindrucksvollen Gartenarchitektur empfangen: Das Gelände liegt fünf bis sieben Meter unterhalb des umliegenden Straßenniveaus und wird von hohen Arkadenwänden eingefasst. Im Westen des Parks stößt man auf die markante Orangerie Neukölln, die heute ein Café und eine Galerie beherbergt. Vor diesem Gebäude erstreckt sich eine Terrasse, die im Sommer regelmäßig für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird. Im östlichen Teil des Parks besticht eine monumentale Kaskadenanlage mit Fontänenbecken und Treppenanlagen, die den klassizistischen Einfluss des Designs unterstreicht. Diese Elemente machen den Körnerpark zu einem der wenigen erhaltenen Zeugnisse neobarocker Gartengestaltung in Berlin.
Der Park ist nicht nur wegen seiner Gartenkunst von Bedeutung, sondern auch wegen seiner Geschichte. Während der Bauarbeiten im Jahr 1912 wurde bei der Ecke Jonas- und Selkestraße das sogenannte Reitergrab von Neukölln entdeckt – eine archäologische Sensation aus der Zeit der Völkerwanderung. Die Bestattung eines Mannes zusammen mit seinem Pferd und verschiedenen Grabbeigaben gibt Einblicke in die Urgeschichte der Region. Im Laufe der Jahrzehnte wurde der Park durch Kriegseinwirkungen nur geringfügig beschädigt, aber durch seine Lage in der Einflugschneise des ehemaligen Flughafens Tempelhof zunehmend vernachlässigt. Seit den 1970er Jahren wird der Park jedoch schrittweise restauriert, wobei besonders die Orangerie, die Kaskadenanlage und die Umfassungsmauern fachgerecht aufgearbeitet wurden. Seit 2004 ist der Körnerpark zudem unter Denkmalschutz gestellt.
Heute ist der Körnerpark ein beliebter Ort der Erholung und Begegnung. Das Wasser plätschert in den Fontänen, große Rasenflächen laden zum Verweilen ein, und das Café in der Orangerie sorgt für eine gemütliche Atmosphäre. Die Galerie in der Orangerie bietet regelmäßig wechselnde Ausstellungen, die von Künstlern aus aller Welt gestaltet werden. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,6 von über 500 Rezensionen gilt der Körnerpark als einer der schönsten und ungewöhnlichsten Parks Berlins – ein Mini-Versailles mitten in Neukölln.
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Häufige Fragen zu Körnerpark
Wo befindet sich der Körnerpark in Berlin?
Quelle: wikipedia
Wer hat den Körnerpark gestiftet und wann?
Quelle: wikipedia
Was zeichnet den Körnerpark architektonisch aus?
Quelle: wikipedia
Welche Rolle spielt die Orangerie im Körnerpark?
Quelle: wikipedia
Warum ist der Körnerpark denkmalgeschützt?
Quelle: wikipedia