Parks & Gärten

Kolonie Friedensgarten I

Parchimer Allee 1B, 60377 Berlin-Bezirk Neukölln

Highlights

  • Gegründet 1947 auf ehemaligem Industriegelände der Firma National Krupp Registrierkassen GmbH.
  • 75 Parzellen à 250 qm, eingebettet in naturnahe Park- und landwirtschaftliche Flächen der Buckower Feldmark.
  • Seit 1999 mit Spielplatz und Verkauf von selbstgefertigtem Handwerk für lokale Projekte.

Tipps

  • Auf dem Gelände finden sich Projekte wie ein begehbarer Barfuß-Pfad und ein Naturlehrpfad, die durch sinnliche Erlebnisse und Aufklärung über lokale Ökosysteme überzeugen.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Naturpark Kolonie Friedensgarten Neukölln

Die Kolonie Friedensgarten I in Berlin-Neukölln ist eine der historischen Kleingartenanlagen, die seit Jahrzehnten als grüne Oase mitten im urbanen Kiez dient. Ursprünglich als sozialer Ausgleich für bedürftige Familien konzipiert, entstand sie auf einem Gelände, das einst der National Krupp Registrierkassen GmbH gehörte. Seit ihrer Gründung bietet die Kolonie nicht nur individuellen Gärtnern Raum, sondern auch der gesamten Nachbarschaft ein Stück Natur und Gemeinschaft.

Mit einer Fläche von insgesamt 75 Parzellen – durchschnittlich je 250 Quadratmeter groß – fügt sich die Anlage harmonisch in die umliegende naturnahe Parklandschaft und die landwirtschaftlich geprägte Buckower Feldmark. Die Nähe zu grünen Freiflächen und die bewusste Anpassung an die lokale Umgebung machen den Friedensgarten zu einem besonderen Rückzugsort. Besonders bemerkenswert ist die langjährige Tradition der Selbstorganisation: Festkomitees, Mitmachprojekte und die Pflege des Gemeinschaftssinns prägen das Leben hier seit Generationen.

Ein besonderes Highlight der Kolonie ist ihr Engagement für Bildung und Umwelt. So entstand etwa ein Naturlehrpfad mit Barfuß-Stationen, der gemeinsam mit lokalen Initiativen wie den Schnippel-Girls entwickelt wurde. Das Projekt zeigt, wie aus einfachen Ideen wie einem neuen Spielplatz komplexe Umweltbildungsangebote entstehen können. Auch die Mitmachparzellen mit Gemüsehochbeeten ermöglichen es Gästen ohne eigenen Garten, das Gärtnern zu erleben – ein Konzept, das seit Jahren begeistert.

Die Kolonie ist nicht nur ein Ort des Gärtnerns, sondern auch ein sozialer Treffpunkt. Seit 1999 unterstützt sie mit Verkaufsständen für selbstgemachte Waren einen DIN-gerechten Spielplatz, der Kindern und Familien zugutekommt. Die enge Verbindung zu Nachbarprojekten wie der Kolonie Loraberg, Berlins ältester Kleingartenanlage, unterstreicht zudem den regionalen Austausch und die gemeinsame Wertschätzung für grüne Freiräume im Herzen der Stadt.

Wer sich für nachhaltige Stadtentwicklung, Gemeinschaftsgärtnern oder die Geschichte der Kleingartenbewegung interessiert, findet im Friedensgarten I mehr als nur eine Parzelle: Hier wird Natur erlebbar, Tradition gepflegt und die Zukunft der urbanen Grünflächen aktiv mitgestaltet. Die Kolonie steht dabei für das Prinzip, dass selbst in dicht besiedelten Stadtteilen ein Stück Wildnis und Gemeinschaft möglich ist – ganz ohne Garten, aber mit viel Herzblut.

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