Parks & Gärten

Kolonie Stadtbär

12057 Berlin

Highlights

  • Die Kolonie Stadtbär in Berlin-Neukölln ist eine Kleingartenanlage seit 1947 auf ehemaligem Industriegelände.
  • Hier gibt es 75 Parzellen à 250 qm, die sich an die benachbarte Parkanlage und die Buckower Feldmark anpassen.
  • Seit 1999 finanziert die Kolonie mit Verkaufserlösen einen DIN-gerechten Spielplatz für die Nachbarschaft.

Tipps

  • Die Kolonie bietet barrierefreie Wege, die einen ungehinderten Zugang zu den Gärten und Gemeinschaftsbereichen ermöglichen.
  • Ein begehbarer Barfuß-Pfad und ein Naturlehrpfad laden zum Entdecken der lokalen Flora und Fauna ein.
  • Auf dem Gelände finden sich historische Elemente wie ein Spielplatz mit DIN-gerechten Spielgeräten, der seit 1999 genutzt wird.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Naturpark Kolonie Stadtbär Berlin

Die Kolonie Stadtbär in Berlin ist eine der lebendigsten und vielseitigsten Kleingartenanlagen der Stadt – ein Ort, an dem Natur, Gemeinschaft und urbanes Leben aufeinandertreffen. Auf einem historischen Gelände, das einst der National Krupp Registrierkassen GmbH diente, entstand nach 1947 eine der ältesten und bekanntesten Kleingartenkolonien Neuköllns. Mit rund 75 Parzellen in durchschnittlicher Größe von 250 Quadratmetern bietet sie nicht nur Gärtner:innen Raum für ihre Leidenschaft, sondern auch ein grünes Refugium mitten im dicht besiedelten Stadtraum. Besonders auffällig ist die harmonische Einbindung in die umliegenden naturnahen Flächen, darunter die benachbarte Parkanlage und die landwirtschaftlich geprägte Buckower Feldmark, die dem Gelände einen einzigartigen Charakter verleihen.

Was die Kolonie Stadtbär besonders auszeichnet, ist ihr Engagement für Nachhaltigkeit und Gemeinschaftsprojekte. So entstand etwa durch die Initiative der Schnippel-Girls – einer Kleingärtnerfamilie aus dem Kiez – ein begehbarer Barfuß-Pfad und ein Naturlehrpfad, der Besucher:innen spielerisch die Vielfalt der Natur vermittelt. Ein besonderes Highlight ist zudem ein Mitmach-Gemüsehochbeet, das seit 2019 als „Gärtnern ohne Garten“ jedermann die Möglichkeit gibt, sich an der Ernte zu beteiligen. Diese Projekte zeigen, wie Kleingärten nicht nur private Rückzugsorte sind, sondern aktive Zentren für ökologisches Lernen und sozialen Austausch in der Stadt.

Die Kolonie Stadtbär ist auch ein Ort der Tradition und des bürgerschaftlichen Engagements. Seit Jahrzehnten pflegen die Gärtner:innen hier nicht nur ihre Parzellen, sondern tragen aktiv zur Aufwertung des öffentlichen Raums bei. So finanzierten sie etwa durch den Verkauf selbstgefertigter Produkte einen modernen Kinderspielplatz mit DIN-gerechten Spielgeräten, der seit 1999 die jüngsten Besucher:innen begeistert. Gleichzeitig steht die Anlage für den Widerstand gegen die immer wieder diskutierte Vernichtung von Kleingärten in Berlin – ein Symbol für den Erhalt dieser einzigartigen urbanen Grünflächen als Teil des städtischen Lebensgefühls.

Für Naturliebhaber:innen, Gärtner:innen und alle, die das authentische Berliner Stadtgrün erleben wollen, ist die Kolonie Stadtbär ein Muss. Hier verschmelzen Handwerk, Ökologie und Gemeinschaft zu einem lebendigen Mikrokosmos, der zeigt, wie nachhaltiges Leben mitten im urbanen Dschungel gelingen kann. Ob beim Gärtnern, Spazieren auf dem Lehrpfad oder beim Mitmachen im Gemeinschaftsbeet – die Kolonie lädt ein, die Stadt aus einer ganz neuen Perspektive zu entdecken.

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