Kunstsalon am Weißen See
Highlights
- Kunstsalon am Weißen See zeigt aktuelle Keramik von Karin Grote, Beatrice Behrens und Fany Gaillard mit Fokus auf Alltagsdesign und künstlerische Handwerkskunst.
- Gruppenausstellung 2026 mit Gastkünstlern im Rahmen des artspring-Festivals präsentiert vielfältige Themen aus Keramik, Malerei und zeitgenössischer Kunst.
- Skadi Engeln und Christine Keruth stellen Werke zu Mensch-Meer-Dialogen und religiösen Rauminterpretationen in der Sommerausstellung aus.
Tipps
- Die gezeigten Werke verbinden Alltagsgegenstände wie Geschirr mit künstlerischen Konzepten, sodass die Verbindung von Handwerk und zeitgenössischer Kunst im Alltag erfahrbar wird.
Eigenschaften
Kunstsalon am Weißen See Berlin – Galerie-Ausflug
Der Kunstsalon am Weißen See in Berlin ist ein lebendiger Ort der zeitgenössischen Kunst, der sich als Brücke zwischen handwerklicher Tradition und moderner Ästhetik versteht. Hier treffen sich unter einem Dach vielseitige künstlerische Ausdrucksformen – von keramischen Objekten bis hin zu malerischen und grafischen Werken. Besonders prägend ist die Arbeit von Karin Grote, die nach ihrem Studium in Hannover und internationalen Austauschen in Paris und der Drôme seit Jahren Keramik als hochwertiges Kunsthandwerk fördert. Ihre Gebrauchsgegenstände verbinden funktionale Eleganz mit künstlerischer Innovation und laden dazu ein, Alltagsgegenstände neu zu erleben.
Ein zentraler Fokus der Ausstellung liegt auf der Verbindung von Mensch und Natur, wie sie in Werken wie den „Meeresspurenreliefs“ oder den Landart-Projekten von Karin Grote greifbar wird. Diese Arbeiten entstanden im Rahmen kultureller Festivals in Regionen wie Audresselles und spiegeln die Auseinandersetzung mit ökologischen Themen wider. Ergänzt wird das Programm durch Keramiken von Berliner Künstlerinnen wie Beatrice Behrens, Cornelia Gutsche und Susanne Schill, deren Schöpfungen ebenso wie die Werke aus Les Archers von Fany Gaillard und Patrick Crulis eine Vielfalt an Stilen und Techniken präsentieren.
Neben der Keramik bietet der Salon Raum für malerische und grafische Positionen, etwa die mystisch anmutenden Serien von Christine Keruth, die sich mit norwegischen Motiven und der „Pieta“-Ikonik in der Gegenwartskunst beschäftigen. Ihre Zeichnungen und Tuschearbeiten verweisen auf eine tiefgehende Auseinandersetzung mit religiösen und naturverbundenen Themen. Parallel dazu zeigt Skadi Engeln mit ihren Werkreihen „Strand-“, „Trampolin-“ und „Blumenkinder“ eine poetische Reflexion über Jugendliche und ihre Begegnungen mit der Umwelt – eine Thematik, die auch in ihren „Flugversuchen“ nachwirkt, inspiriert von Naturlandschaften wie der Caldera de Taburiente auf La Palma.
Der Kunstsalon am Weißen See lebt zudem von der Dynamik zwischen Einzelausstellungen und kollaborativen Projekten. Aktuell steht die Ausstellung „Nah & Fern“ im Fokus, die aktuelle Werke mit historischen Bezügen verbindet und so einen Dialog zwischen verschiedenen künstlerischen Generationen ermöglicht. Mit Gastkünstlerinnen und -künstlern wie Heidi Janetzky, deren humorvolle Keramik den Abschluss des Sommerprogramms bildet, wird der Salon zu einem Ort der Überraschung und des Austauschs. Hier wird Kunst nicht nur betrachtet, sondern erlebt – als Teil eines lebendigen kulturellen Netzwerks zwischen Berlin und internationalen Einflüssen.
Besonders reizvoll ist die Mischung aus handwerklicher Präzision und freier künstlerischer Experimentierfreude, die den Salon auszeichnet. Ob durch die halbtransparenten Installationen von Annette Selles oder die Comic-Zeichnungen von Jangrambow – jeder Besuch offenbart neue Perspektiven. Der Kunstsalon am Weißen See lädt dazu ein, Kunst als Spiegel gesellschaftlicher und persönlicher Fragen zu begreifen, immer mit einem Augenzwinkern zur Alltagswelt.