Kurt Majerowicz
Highlights
- Kurt Majerowicz lebte in Berlin, Hansaviertel, Bartningallee 11–13.
- Das Gebäude ist ein Punkthochhaus von R. Lopez und E. Beaudouin aus 1958.
- Es hat 16 Geschosse, 87 Wohnungen und eine achsensymmetrische Struktur.
Tipps
- Das Punkthochhaus in der Bartningallee ist achsensymmetrisch angelegt, mit Wohnungen nach Osten und Westen sowie Eckwohnungen ein halbes Geschoss höher.
- Die Fassade gliedert sich vertikal in neun gleichgroße Einheiten, die Fensteranordnung betont die Höhe des Gebäudes.
- Schwarze Lisenen hinter den Fenstern fassen die Vertikalität optisch und führen die Heizungsrohre.
Eigenschaften
Über Kurt Majerowicz
Das Punkthochhaus Bartningallee 11–13 in Berlin wurde von den französischen Architekten Raymond Lopez und Eugène Beaudouin entworfen und zählt zu den bedeutenden Beispielen des sozialen Wohnungsbau der Nachkriegszeit. Errichtet im Zuge der Interbau 1957, verkörpert das Gebäude den Modernismus der 1950er Jahre und zeigt die städtebaulichen Ideale jener Epoche, die auf Funktionalität, Licht, Luft und eine klare architektonische Ordnung abzielten. Die Baukörper sind achsensymmetrisch angelegt und erheben sich auf einem quadratischen Grundriss.
Das Hochhaus gliedert sich in insgesamt 16 Geschosse und beherbergt 87 Wohnungen, die zwischen einem und dreieinhalb Zimmern umfassen. Die Wohnungen sind nach Osten und Westen ausgerichtet, erschlossen über einen zentralen nord-südlich verlaufenden Trakt mit Treppenhäusern, Aufzügen und einer Fluchttreppe. Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Eckwohnungen, die aufgrund ihrer Lage einen halben Geschoss höher liegen und aus Sicherheitsgründen über zwei Zugänge verfügen. Die Fassaden zeigen eine vertikale Rasterung, die durch schwarze Lisenen verstärkt wird, hinter denen die Heizungsrohre verlaufen.
Die äußere Erscheinung des Gebäudes wird durch eine klare Farbgebung bestimmt: Weiß, Hellblau und Grau in Kombination mit Metalltönen verleihen dem Bauwerk Eleganz und Leichtigkeit. Die Konstruktion basiert auf einem Schottenbau mit tragenden Betonwänden im Erschließungskern. Die Außenwände bestehen aus armiertem Ziegelsplittbeton, während die Außenwandschotten mit vorgefertigten Gasbetonplatten versehen und farbig verputzt sind. Das Fassadenraster folgt einem Modulmaß von 2,34 Metern, welches sich konsequent in Grundriss und Gebäudeausbildung widerspiegelt.
Die Architekten Raymond Lopez und Eugène Beaudouin waren maßgeblich an städtebaulichen Projekten in Frankreich beteiligt, unter anderem am Wiederaufbau mehrerer Städte nach dem Zweiten Weltkrieg sowie an Wohnungsbauprojekten in Paris, Marseille und Monaco. Beaudouin lehrte später an der École des beaux-arts in Paris, Lopez war Chefarchitekt der französischen Regierung und leitete Projekte wie den Ausbau des Völkerbundpalastes in Genf. Mit dem Bau in der Bartningallee setzten sie ihre Erfahrungen im Bereich des sozialen Wohnungsbaus auch in Berlin um.