Denkmal/Gedenkstätte

Lenindenkmal

Nobelstraße 66, 12057 Berlin

Highlights

  • Das Lenindenkmal in Berlin-Friedrichshain war 19 Meter hoch und wurde 1970 auf dem Leninplatz eingeweiht.
  • Nach der Wiedervereinigung wurde es 1991 abgerissen, die Teile vergraben und der Kopf 2015 geborgen.
  • Der Kopf des Denkmals wird seit 2016 in der Zitadelle Berlin-Spandau ausgestellt.

Tipps

  • Das ehemalige Lenindenkmal stand auf dem heutigen Platz der Vereinten Nationen in Berlin-Friedrichshain und wurde 1991 abgerissen.
  • Der Kopf des Denkmals ist seit 2015 in der Zitadelle Berlin-Spandau ausgestellt.
  • Das Denkmal wurde aus rotem ukrainischen Granit erbaut und war 19 Meter hoch.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Lenindenkmal

Das Lenindenkmal in Berlin war ein bedeutendes Denkmal der DDR-Zeit und zählt heute zu den historischen Kulturorten der Stadt. Errichtet wurde es 1970 auf dem Leninplatz (heute Platz der Vereinten Nationen) im Bezirk Friedrichshain, um den 100. Geburtstag von Wladimir Iljitsch Lenin zu gedenken. Mit einer Höhe von 19 Metern und einem Sockel von 26 Metern Durchmesser war es ein imposantes Bauwerk aus rotem ukrainischem Granit. Die Gestaltung stammte von dem sowjetischen Bildhauer Nikolai Tomski, der eine Kontrastwirkung zur umliegenden grünen Parkanlage anstrebte.

Ursprünglich als zentrales Symbol der sozialistischen Ideologie gedacht, wurde das Denkmal nach der Wiedervereinigung zum Streitpunkt der öffentlichen Debatte. Bereits 1991 beschloss die Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain den Abriss, der im November desselben Jahres begann und bis Anfang des Folgejahres andauerte. Dabei wurden 129 Einzelteile des Denkmals in einer Sandgrube bei Berlin-Müggelheim vergraben. Der Abriss wurde von zahlreichen Bürgern und Künstlern kritisch begleitet, was unter anderem zur Gründung der Bürgerinitiative Lenindenkmal führte. Besonders der Abtransport des mehr als drei Tonnen schweren Kopfes wurde zu einem symbolträchtigen Ereignis, das später sogar im Film „Good Bye, Lenin!“ thematisiert wurde.

Im Jahr 2015 wurde der Kopf des Lenindenkmals geborgen und ist seitdem in der Zitadelle Berlin-Spandau als Teil der Dauerausstellung „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“ zu sehen. Ursprünglich war geplant, ihn zusammen mit anderen ehemaligen Denkmälern wie der Siegesallee auszustellen, doch der Berliner Senat entschied zunächst gegen eine Freigabe. Nach öffentlichen Protesten wurde diese Entscheidung jedoch revidiert. Der Kopf gilt heute als wichtiges Zeugnis der politischen und kulturellen Geschichte Berlins und zieht Besucher aus aller Welt an.

Das Areal um das ehemalige Denkmal wurde nach dessen Abriss neu gestaltet. Die ursprüngliche Freifläche mit ihrem strahlenförmigen Wegenetz und dem viertelkreisförmigen Hochbeet aus Rosen wurde von Gartenarchitekten konzipiert und trug maßgeblich zur stadträumlichen Integration des Denkmals bei. Heute erinnert lediglich der Standort selbst sowie der ausgestellte Kopf in Spandau an die ehemalige monumentale Präsenz des Lenindenkmals im Berliner Stadtbild.

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