Burg/Schloss

Leopold Mendelsohn

Koblenzer Straße, 10715 Berlin

Highlights

  • Leopold Mendelsohn wurde 1893 in Hohensalza (heute Inowrocław, Polen) geboren.
  • Er war Kaufmann und Inhaber einer Herrenkleiderfabrik in Berlin-Mitte.
  • 1942 wurde er nach Theresienstadt deportiert und später in Auschwitz ermordet.

Tipps

  • Besucher können den Stolperstein für Leopold Mendelsohn in der Koblenzer Straße 7 in Berlin-Wilmersdorf aufsuchen.
  • Die Heilbronner Straße 22 in Berlin war nach 1939 eine Unterkunft für ausquartierte jüdische Familien.
  • Marion Mendelsohn gelang 1939 mit Hilfe von Paten die Ausreise nach Palästina.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Burg Leopold Mendelsohn Berlin

Leopold Mendelsohn wurde in der damaligen Stadt Hohensalza, heute Inowrocław in Polen, geboren. Er wuchs in einer jüdischen Familie auf und siedelte später nach Berlin über, wo er sich beruflich etablierte. In der Spandauer Straße gründete er eine Herrenkleiderfabrik, die er gemeinsam mit seiner Ehefrau Rita Wolfsfeld führte, nachdem beide 1921 heirateten. Aus ihrer Verbindung wurde 1925 eine Tochter, Marion, geboren. Das Ehepaar lebte zuletzt in der Koblenzer Straße im damaligen Bezirk Charlottenburg, heute Teil des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf in Berlin.

Mit der nationalsozialistischen Machtergreifung verschlechterte sich dramatisch die Lebenssituation der jüdischen Bevölkerung. Mendelsohns Unternehmen wurde im Zuge der sogenannten Arisierung 1939 liquidiert, sein Vermögen beschlagnahmt. Die Familie verlor nahezu alle wirtschaftlichen Grundlagen und wurde zunehmend isoliert. Wohnraum musste aufgegeben werden, und die Familie wurde schließlich in der Heilbronner Straße untergebracht, vermutlich in einer sogenannten Judenwohnung, wie sie nach rassistischen Vorgaben der NS-Zeit eingerichtet wurden.

Am 17. Dezember 1942 wurde Leopold Mendelsohn gemeinsam mit seiner Ehefrau Rita deportiert – zunächst in das Ghetto Theresienstadt. Von dort erfolgte 1944 die Weiterdeportation ins Vernichtungslager Auschwitz, wo beide kurz nach ihrer Ankunft ermordet wurden. Ihrer Tochter Marion war es 1939 mit Unterstützung von Helfern gelungen, noch rechtzeitig nach Palästina auszureisen, wo sie später unter dem Namen Miriam Bender eine Familie gründete. Die Spur der Familie endet mit dem Tod der Eltern im Holocaust.

Heute erinnert ein Stolperstein an der ehemaligen Wohnadresse in der Koblenzer Straße an Leopold Mendelsohn. Das Gedenkprojekt der Künstlerin Gunter Demnig würdigt das Schicksal jüdischer Opfer des Nationalsozialismus und ermöglicht an zentralen Orten einen Zugang zur Erinnerungskultur. Der Stolperstein ist Teil einer breiten Initiative, die sich der Aufarbeitung der NS-Verbrechen und dem Erhalt des kollektiven Gedächtnisses widmet.

In der Nähe

Gastronomie in der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…

Häufige Fragen zu Leopold Mendelsohn

Wer war Leopold Mendelsohn?
Leopold Mendelsohn war ein jüdischer Kaufmann und Bankbeamter in Berlin, geboren 1893 in Hohensalza (heute Inowrocław/Polen). Er lebte zuletzt in Wilmersdorf und wurde 1944 in Auschwitz ermordet. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Was geschah mit Leopold Mendelsohn während der NS-Zeit?
Seine Herrenkleiderfabrik wurde 1939 arisiert und liquidiert. 1942 wurde er mit seiner Frau Rita nach Theresienstadt deportiert und später nach Auschwitz, wo er 1944 ermordet wurde. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Was ist über die Familie Mendelsohn bekannt?
Leopold heiratete 1921 Rita Wolfsfeld. Ihre Tochter Marion wurde 1925 geboren und emigrierte 1939 nach Palästina. Die Familie wurde nach 1939 aus ihrem Berliner Wohnsitz vertrieben. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Gibt es einen Stolperstein für Leopold Mendelsohn?
Ja, ein Stolperstein für Leopold Mendelsohn wurde am 6. Oktober 2021 in der Koblenzer Straße 7 in Berlin-Wilmersdorf verlegt. Stand Juni 2026.

Quelle: website