Leopold Mendelsohn
Highlights
- Leopold Mendelsohn wurde 1893 in Hohensalza (heute Inowrocław, Polen) geboren.
- Er war Kaufmann und Inhaber einer Herrenkleiderfabrik in Berlin-Mitte.
- 1942 wurde er nach Theresienstadt deportiert und später in Auschwitz ermordet.
Tipps
- Besucher können den Stolperstein für Leopold Mendelsohn in der Koblenzer Straße 7 in Berlin-Wilmersdorf aufsuchen.
- Die Heilbronner Straße 22 in Berlin war nach 1939 eine Unterkunft für ausquartierte jüdische Familien.
- Marion Mendelsohn gelang 1939 mit Hilfe von Paten die Ausreise nach Palästina.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Burg Leopold Mendelsohn Berlin
Leopold Mendelsohn wurde in der damaligen Stadt Hohensalza, heute Inowrocław in Polen, geboren. Er wuchs in einer jüdischen Familie auf und siedelte später nach Berlin über, wo er sich beruflich etablierte. In der Spandauer Straße gründete er eine Herrenkleiderfabrik, die er gemeinsam mit seiner Ehefrau Rita Wolfsfeld führte, nachdem beide 1921 heirateten. Aus ihrer Verbindung wurde 1925 eine Tochter, Marion, geboren. Das Ehepaar lebte zuletzt in der Koblenzer Straße im damaligen Bezirk Charlottenburg, heute Teil des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf in Berlin.
Mit der nationalsozialistischen Machtergreifung verschlechterte sich dramatisch die Lebenssituation der jüdischen Bevölkerung. Mendelsohns Unternehmen wurde im Zuge der sogenannten Arisierung 1939 liquidiert, sein Vermögen beschlagnahmt. Die Familie verlor nahezu alle wirtschaftlichen Grundlagen und wurde zunehmend isoliert. Wohnraum musste aufgegeben werden, und die Familie wurde schließlich in der Heilbronner Straße untergebracht, vermutlich in einer sogenannten Judenwohnung, wie sie nach rassistischen Vorgaben der NS-Zeit eingerichtet wurden.
Am 17. Dezember 1942 wurde Leopold Mendelsohn gemeinsam mit seiner Ehefrau Rita deportiert – zunächst in das Ghetto Theresienstadt. Von dort erfolgte 1944 die Weiterdeportation ins Vernichtungslager Auschwitz, wo beide kurz nach ihrer Ankunft ermordet wurden. Ihrer Tochter Marion war es 1939 mit Unterstützung von Helfern gelungen, noch rechtzeitig nach Palästina auszureisen, wo sie später unter dem Namen Miriam Bender eine Familie gründete. Die Spur der Familie endet mit dem Tod der Eltern im Holocaust.
Heute erinnert ein Stolperstein an der ehemaligen Wohnadresse in der Koblenzer Straße an Leopold Mendelsohn. Das Gedenkprojekt der Künstlerin Gunter Demnig würdigt das Schicksal jüdischer Opfer des Nationalsozialismus und ermöglicht an zentralen Orten einen Zugang zur Erinnerungskultur. Der Stolperstein ist Teil einer breiten Initiative, die sich der Aufarbeitung der NS-Verbrechen und dem Erhalt des kollektiven Gedächtnisses widmet.
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Häufige Fragen zu Leopold Mendelsohn
Wer war Leopold Mendelsohn?
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Was geschah mit Leopold Mendelsohn während der NS-Zeit?
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Was ist über die Familie Mendelsohn bekannt?
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Gibt es einen Stolperstein für Leopold Mendelsohn?
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