Denkmal/Gedenkstätte

Lilli Henoch

Pallasstraße 15, 10781 Berlin

Highlights

  • Lilli Henoch war eine der erfolgreichsten deutschen Leichtathletinnen der 1920er-Jahre und stellte vier Weltrekorde auf.
  • 1933 wurde die jüdische Sportlerin aus dem Berliner SC ausgeschlossen und wechselte zum Jüdischen Turn- und Sportclub 1905.
  • Sie unterrichtete als Turnlehrerin an jüdischen Schulen in Berlin, bis sie 1942 deportiert und in Riga ermordet wurde.

Tipps

  • Besucher finden den Stolperstein für Lilli Henoch in der Treuchtlinger Straße 5, Schöneberg, direkt vor dem ehemaligen Wohnhaus.
  • Die Sporthalle der benachbarten Schule verfügt über speziellen Bodenbelag für Inlinehockey und Rolltanz.
  • In der Nähe gelegene Architektur des Jugendstils lohnt einen Abstecher, wenngleich Sanierungsarbeiten noch andauern.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Denkmal Lilli Henoch Berlin

Der nach Lilli Henoch benannte Point of Interest in Berlin erinnert an eine der herausragendsten Sportlerinnen der deutschen Geschichte. Lilli Henoch, 1899 in Königsberg geboren, zog nach Berlin und entwickelte sich hier zu einer der erfolgreichsten Leichtathletinnen der 1920er Jahre. Sie gewann mehrfach deutsche Meisterschaften in Disziplinen wie Kugelstoßen, Diskuswurf und Weitsprung und stellte sogar Weltrekorde auf. Daneben engagierte sie sich als Turnlehrerin und übernahm leitende Funktionen im Berliner Sport-Club, bis sie 1933 aufgrund ihrer jüdischen Herkunft ausgeschlossen wurde.

Nach ihrem Ausschluss aus dem Verein schloss sich Henoch dem „Jüdischen Turn- und Sportclub 1905“ an, wo sie eine leistungsstarke Handballmannschaft aufbaute. Parallel dazu unterrichtete sie als eine der wenigen diplomierten Turnlehrerinnen an jüdischen Schulen in Berlin. Trotz der zunehmenden Verfolgung durch das NS-Regime blieb sie in der Stadt und setzte sich aktiv im schulischen und sportlichen Bereich ein. Erst nach der Reichspogromnacht 1938 wurde ihr auch diese Tätigkeit untersagt. In den folgenden Jahren wurde sie zur Zwangsarbeit eingesetzt, bevor sie 1942 gemeinsam mit ihrer Mutter in einem Transport nach Riga deportiert und ermordet wurde.

Heute erinnert ein Stolperstein vor dem ehemaligen Wohnhaus in der Treuchtlinger Straße in Berlin-Schöneberg an ihr Leben und Schicksal. Außerdem trägt seit 1993 eine Straße im Bezirk Pankow ihren Namen. Lilli Henoch gilt als Symbol für sportliche Exzellenz, zivilgesellschaftliches Engagement und den unbeugsamen Geist jüdischer Sportlerinnen unter dem nationalsozialistischen Terror. Ihre Geschichte wird heute als Teil der Berliner Erinnerungskultur gepflegt und erinnert eindringlich an die Opfer des Holocaust.

Der Standort ist nicht nur ein Denkmal im übertragenen Sinne, sondern auch ein kultureller Anlaufpunkt für Besucher, die sich mit der Geschichte des Sports, der Verfolgung jüdischer Athleten und der Bedeutung des Gedenkens auseinandersetzen möchten. Die klare Verortung im Stadtteil Schöneberg macht den POI zu einem lohnenswerten Ziel für kulturinteressierte Besucher, die Berliner Geschichte hautnah erleben möchten.

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Häufige Fragen zu Lilli Henoch

Wer war Lilli Henoch?
Lilli Henoch war eine deutsche Leichtathletin und Turnlehrerin, die in den 1920er Jahren zehnfache Deutsche Meisterin wurde und vier Weltrekorde aufstellte. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche sportlichen Erfolge hatte Lilli Henoch?
Lilli Henoch gewann zwischen 1922 und 1926 zehn deutsche Meistertitel in Kugelstoßen, Diskuswurf, Weitsprung und mit der 4-mal-100-Meter-Staffel. Sie stellte vier Weltrekorde auf. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was geschah mit Lilli Henoch nach 1933?
Nach der NS-Machtübernahme wurde Lilli Henoch 1933 aufgrund ihrer jüdischen Herkunft aus dem Berliner Sport-Club ausgeschlossen. Sie wechselte zum Jüdischen Turn- und Sportclub 1905. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Wie endete das Leben von Lilli Henoch?
Lilli Henoch wurde am 5. September 1942 mit ihrer Mutter nach Riga deportiert und vermutlich am 8. September 1942 ermordet. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia