Museum

Löwenkämpfer

Bodestraße 1-3, 10178 Berlin

Highlights

  • Der Löwenkämpfer zu Pferde ist eine 4,50 Meter hohe Bronzeplastik auf der westlichen Treppenwange des Alten Museums in Berlin-Mitte.
  • Geschaffen wurde das Werk 1854 bis 1861 von Bildhauer Albert Wolff nach Entwürfen von Christian Daniel Rauch.
  • Das Denkmal ist ein Meisterwerk der Berliner Bildhauerschule und bildet das Gegenstück zur Amazone zu Pferde von August Kiß.

Tipps

  • Der Löwenkämpfer zu Pferde befindet sich auf der westlichen Treppenwange des Alten Museums in Berlin-Mitte.
  • Das Alte Museum ist täglich geöffnet, Eintrittskarten sind online buchbar.
  • Die monumentale Säulenfront des Alten Museums ist bereits vor dem Eintritt sehenswert.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Löwenkämpfer

Der Löwenkämpfer zu Pferde ist eine monumentale Bronzeplastik, die auf der westlichen Treppenwange des Alten Museums in Berlin-Mitte steht. Die Figur wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts nach einem Entwurf von Christian Daniel Rauch durch Albert Wolff geschaffen und zählt zu den bedeutenden Werken der Berliner Bildhauerschule. Die rund 4,5 Meter hohe Gruppe zeigt einen Reiter, der sich mit einer Lanze gegen einen Löwen zur Wehr setzt. Sie verkörpert in ihrer Form und Haltung den Stil des Realismus und steht in direktem künstlerischen Dialog mit weiteren Reiterfiguren auf der Museumsinsel.

Das Alte Museum, auf dessen Treppenwange der Löwenkämpfer positioniert ist, gilt als eines der herausragenden Gebäude des Neoklassizismus in Berlin. Es wurde vom Architekten Karl Friedrich Schinkel entworfen und ist heute Sitz der Antikensammlung sowie des Münzkabinetts. Die monumentale Architektur des Museums mit seiner beeindruckenden Säulenfront bildet den Rahmen für bedeutende archäologische Exponate der griechischen, etruskischen und römischen Kultur. Die Dauerausstellung erstreckt sich im Untergeschoss und bietet einen umfassenden Überblick über die Antike.

Der Löwenkämpfer bildet das Pendant zur Amazone zu Pferde von August Kiß, die auf der östlichen Seite des Museums thront. Ursprünglich korrespondierte die Figur auch mit den Rossebändigern von Peter Clodt von Jürgensburg, die sich einst in der Gartenterrasse des Berliner Schlosses befanden. Eine Kopie der Berliner Bronzegruppe wurde in Zusammenarbeit mit deutschen und amerikanischen Künstlern im späten 19. Jahrhundert angefertigt und steht heute im Außenbereich des Philadelphia Museum of Art.

Die Plastik wird vielfach als Meisterwerk der Bildhauerei des 19. Jahrhunderts gewürdigt und spiegelt den damaligen ideologischen und ästhetischen Anspruch der Berliner Kunstszene wider. Sie entstand in der Giesserei Hermann Gladenbeck, die zu dieser Zeit eine führende Rolle in der Herstellung großer Bronzefiguren einnahm. Die Darstellung des heldenhaften Kampfes zwischen Mensch und Tier steht in der Tradition antiker Motive und wurde sowohl in der Rezeption als auch in der kunsthistorischen Forschung intensiv thematisiert.

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