Lothar Preuss
Highlights
- Lothar Preuss wurde am 3. Januar 1923 in Berlin geboren.
- Er wurde am 26. August 1941 in Buchenwald ermordet.
- Seine Familie betrieb in Berlin eine Strickwarenmanufaktur.
Tipps
- Besucher von Lothar Preuss in Berlin können den Stolperstein vor dem ehemaligen Wohnsitz in der Lützowstraße 15 aufsuchen.
- Die ehemalige Strickwarenmanufaktur der Familie Preuss befand sich zeitweise in der Leipzigerstraße und später in der Lützowstraße.
- Lothar Preuss wuchs im Berliner Bezirk Tiergarten auf, nahe des Michaelkirchplatzes in der Melchiorstraße.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Denkmal Berlin Lothar Preuss
Lothar Preuss ist eine Gedenkstätte in Form eines Stolpersteins in Berlin, der an das Schicksal eines jungen Juden erinnert, das während der nationalsozialistischen Zeit durch Entrechtung, Verfolgung und schließlich Mord gekennzeichnet war. Er wurde in Berlin geboren und wuchs in einer bürgerlichen Familie auf, die trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten nach dem Ersten Weltkrieg zu den besser situierten Schichten der Stadt zählte. Seine Eltern, Philipp Paul und Margarete Preuss, lebten mit ihren Kindern in der Luisenstadt, einem Stadtteil im Zentrum Berlins, und führten ein eigenes Unternehmen – eine Strickwarenmanufaktur, die in den 1920er und 1930er Jahren mehrere Standorte in der Stadt hatte.
Die Familie Preuss gehörte dem deutschen Judentum an und war in das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Hauptstadt integriert. Kunst, Musik und Bildung spielten eine zentrale Rolle im Familienalltag. Lothars älterer Bruder Adolf erhielt Klavierunterricht von hoher Qualität, und auch Lothar selbst wurde in einer förderlichen Umgebung groß, die es ihm ermöglichte, sich intellektuell und kulturell zu entfalten. Doch mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten und der zunehmenden Radikalisierung der antisemitischen Politik veränderte sich das Leben der Familie schlagartig. Die Nürnberger Gesetze und weitere diskriminierende Maßnahmen schränkten die Rechte der Familie immer weiter ein und führten zur sozialen Ausgrenzung.
Die Strickwarenmanufaktur der Familie wurde durch Boykotte und wirtschaftlichen Druck stark beeinträchtigt, und ab 1933 mussten die Preusss mit wachsender Repression rechnen. Lothar Preuss, der noch zur Schulpflicht gehörte, wurde durch die rassistische Schulpolitik der NSDAP schließlich vom regulären Bildungsweg ausgeschlossen. Nach den Pogromnächten im Jahr 1938 verschlechterte sich die Lage jüdischer Familien in Berlin dramatisch, und den Kindern wurde der Besuch öffentlicher Schulen nahezu vollständig untersagt. Lothar Preuss wurde schließlich am 30. Juli 1941 verhaftet und in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert. Dort wurde er kurze Zeit später ermordet.
Der Stolperstein für Lothar Preuss wurde 2013 in der Lützowstraße in Berlin-Tiergarten verlegt. Er erinnert nicht nur an das individuelle Schicksal eines jungen Menschen, sondern steht exemplarisch für die vielen jüdischen Familien in Berlin, die Entrechtung, Verfolgung und schließlich den systematischen Mord durch das nationalsozialistische Regime erfahren mussten. Die Gedenkstätte ist Teil eines größeren Projekts, das die Erinnerung an die Opfer des Holocaust in der Stadt Berlin wachhalten will.
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Häufige Fragen zu Lothar Preuss
Wer war Lothar Preuss?
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Wo wohnte Lothar Preuss in Berlin?
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Was geschah mit Lothar Preuss während der NS-Zeit?
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Welche familiären Hintergründe hatte Lothar Preuss?
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