Märchenbrunnen
Highlights
- Der Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain ist die größte öffentliche Brunnenanlage aus der Kaiserzeit in Berlin.
- Gestaltet von Architekt Ludwig Hoffmann und mehreren Bildhauern, wurde er 1913 im Neobarock-Stil eröffnet.
- Die Anlage zeigt Grimmsche Märchenfiguren und zählt heute zu den denkmalgeschützten Sehenswürdigkeiten Berlins.
Tipps
- Der Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain ist ein denkmalgeschütztes Ensemble aus Kaiserzeitarchitektur und Skulpturen, ideal für Spaziergänge und Fotostopps.
- An warmen Tagen sprudeln hier mehrere Brunnen und Fontänen – ein beliebter Treffpunkt, besonders für Familien mit Kindern.
- Der Brunnen ist über die Friedenstraße oder Am Friedrichshain zu erreichen, nahe der U-Bahn-Station Bötzowstraße.
Eigenschaften
Über Märchenbrunnen
Der Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain zählt zu den bedeutendsten Brunnenanlagen aus der Kaiserzeit in Berlin. Gestaltet wurde er vom Architekten Ludwig Hoffmann zusammen mit mehreren Bildhauern und 1913 öffentlich eingeweiht. Die Anlage erstreckt sich über eine Fläche von 90 Meter Breite und 172 Meter Tiefe und befindet sich im westlichen Eingangsbereich des Volksparks, unweit des Königtores. Aufgrund seiner künstlerischen und architektonischen Qualität steht der Brunnen unter Denkmalschutz.
Die Brunnenanlage im Neobarock-Stil gliedert sich in ein vierstufiges Beckensystem mit einer Hauptfontäne und mehreren kleineren Brunnen sowie wasserspeienden Fröschen, darunter ein Froschkönig. Im Osten schließt eine Arkadenwand aus, in deren neun Bögen steinerne Schalen mit Hundeköpfen aufgestellt sind. Hinter dieser Anordnung liegt der kleinere Delphinbrunnen, umgeben von fantasievollen Wasserspeiern. Die gesamte Anlage wird durch Hecken, Bäume und Sträucher landschaftlich eingefasst und wirkt wie ein märchenhaftes Szenenbild mitten in der Stadt.
Ein besonderes Highlight sind die von Ignatius Taschner geschaffenen Skulpturen bekannter Figuren aus den Grimmschen Märchen, darunter Hänsel und Gretel, Rotkäppchen, Aschenbrödel und Schneewittchen. Diese Figuren säumen den Brunnenbereich und verleihen dem Ort seinen namensgebenden märchenhaften Charakter. Ergänzt wurden sie ursprünglich durch weitere Gestalten wie Frau Holle oder einen Menschenfresser, die heute nicht mehr vorhanden sind. Die architektonische Inszenierung des Brunnens orientiert sich an barocken Gartenanlagen Italiens, insbesondere an den Villen Mondragone und Aldobrandini in der Nähe von Rom.
Der Zugang zum Märchenbrunnen erfolgt über ein schmiedeeisernes Tor von der Friedenstraße oder über seitliche Wege entlang der Straße Am Friedrichshain. Die Anlage lädt durch ihre kunstvolle Verbindung von Architektur und Natur zum Verweilen ein. Besonders in den Sommermonaten ist sie ein beliebter Treffpunkt für Familien. Gelegentliche Wartungsarbeiten können einzelne Brunnenbereiche zeitweise außer Betrieb setzen, ohne den Gesamteindruck der Anlage zu mindern.