Marga Meusel
Highlights
- Marga Meusel leitete von 1932 bis 1953 das Evangelische Bezirkswohlfahrtsamt in Berlin-Zehlendorf.
- Sie unterstützte während des NS-Regimes verfolgte Christen jüdischer Herkunft und setzte sich für eine zentrale Beratungsstelle ein.
- Meusel war Mitglied der Bekennenden Kirche und engagierte sich sozialpädagogisch für bedürftige Kinder und Erwachsene.
Tipps
- Besucher können sich über das Leben und Werk von Marga Meusel im Stadtarchiv Berlin informieren.
- Das ehemalige Evangelische Bezirkswohlfahrtsamt in Zehlendorf bietet Einblicke in ihre sozialpädagogische Arbeit.
- Interessierte finden historische Dokumente zu ihrer Tätigkeit in der Bekennenden Kirche und der Inneren Mission.
Eigenschaften
Über Marga Meusel
Der Park „Marga Meusel“ in Berlin ist nach der Sozialfürsorgerin Margarete „Marga“ Meusel benannt, die sich besonders in der Zeit des Nationalsozialismus für sozial Schwache und verfolgte Christen jüdischer Herkunft engagierte. Die Anlage befindet sich im Berliner Bezirk Zehlendorf und erinnert mit ihrem Namen an eine Frau, die maßgeblich zur Unterstützung bedürftiger Menschen beitrug. Marga Meusel leitete von den frühen 1930er Jahren bis zu ihrem Tod 1953 das Evangelische Bezirkswohlfahrtsamt in Zehlendorf, zunächst unter dem Dach der Inneren Mission.
Im Rahmen ihrer Tätigkeit führte Meusel Sprechstunden durch, auf denen sie von verschiedenen Personengruppen aufgesucht wurde – darunter werdende Mütter, Alkoholabhängige, Obdachlose sowie von rassistischen Maßnahmen betroffene Christen. In enger Zusammenarbeit mit kirchlichen Vertretern wie Martin Niemöller und Martin Albertz setzte sie sich dafür ein, Hilfsstrukturen für in Not geratene Nichtarier innerhalb der evangelischen Gemeinschaft zu etablieren. Sie initiierte unter anderem eine Denkschrift, die die Verantwortung der Bekennenden Kirche gegenüber verfolgten Christen thematisierte.
Der nach ihr benannte Park steht heute als städtische Grünanlage im Südwesten Berlins und lädt zur Erholung und Entspannung ein. Die ruhige Lage im Bezirk Steglitz-Zehlendorf macht ihn zu einem Ort fernab des Großstadttrubels. Die parkähnliche Gestaltung bietet Spaziergängerinnen und Spaziergängern die Möglichkeit, sich in der Natur zu bewegen oder einfach auf Bänken auszuruhen. Die Umgebung des Parks ist geprägt von einer Mischung aus Wohngebieten und weiteren Grünflächen, die den Charakter des Bezirks prägen.
Die Benennung des Parks ehrt das Wirken einer Frau, die in einer Zeit politischer Repression und gesellschaftlicher Ausgrenzung humanitär handelte und sich für die Rechte anderer einsetzte. Marga Meusel verkörpert damit nicht nur eine historische Persönlichkeit, sondern steht exemplarisch für zivilgesellschaftliches Engagement. Der Park trägt ihren Namen und damit auch die Erinnerung an ihr soziales und kirchliches Wirken in der Stadt Berlin.