Denkmal/Gedenkstätte

Margot Bendheim

Skalitzer Str. 32, 10999 Berlin

Highlights

  • Margot Bendheim wurde 1921 in Berlin als Tochter jüdischer Eltern geboren und wuchs in gutem bürgerlichen Verhältnissen auf.
  • Sie absolvierte eine Schneiderlehre und war künstlerisch sowie sportlich aktiv, ehe die NS-Zeit ihr Leben prägte.
  • 1944 wurde sie deportiert und als einzige ihrer Familie das Holocaust-Regime überlebend nach Theresienstadt gebracht.

Tipps

  • Stolpersteine für Margot Bendheim befinden sich in der Skalitzer Straße 32 im Berliner Bezirk Kreuzberg.
  • Die Biografie zeigt das Leben einer jüdischen Familie in Berlin Mitte vor und während der NS-Zeit.
  • Margot Bendheim verlor durch die Novemberpogrome 1938 ihren Ausbildungsplatz und nähte später für den Jüdischen Kulturbund.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Margot Bendheim

Der Gedenkstein für Margot Bendheim ist Teil des Projekts „Stolpersteine in Berlin“, das das Schicksal jüdischer Bürger während der nationalsozialistischen Zeit erinnert. Margot Bendheim wurde als Tochter jüdischer Eltern in Berlin geboren. Ihre Familie lebte zunächst in gutem bürgerlichen Verhältnissen in der Neuen Friedrichstraße. Das Elternhaus verlor jedoch mit dem Zerbrechen der Ehe der Eltern und der zunehmenden Verfolgung jüdischer Menschen im nationalsozialistischen Deutschland seine Sicherheit. Margot verlor ihren Ausbildungsplatz nach dem Novemberpogrom und wurde später zur Zwangsarbeit verpflichtet.

Nach der Deportation ihres Bruders Ralph, ihrer Mutter Auguste und anderer Bewohner der gemeinsamen Wohnung im Berliner Kreuzberg gelang Margot Bendheim die Flucht. Über einen längeren Zeitraum hinweg wechselte sie mehrfach ihre Verstecke und veränderte ihr Äußeres, um nicht entdeckt zu werden. Unter anderem färbte sie sich die Haare und trug ein Kreuz, um sich als nicht-jüdisch zu tarnen. Unterstützung fand sie bei verschiedenen Personen, darunter zuletzt Hugo und Irmgard Camplair in der Fasanenstraße.

Ihr letztes Versteck verlor Margot Bendheim im Frühjahr 1944, als sie nach einem Bombenalarm aufgegriffen wurde. Sie wurde in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie unter dem Namen einer Laufnummer bekannt war. Ihre Familie teilte das Schicksal vieler jüdischer Menschen jener Zeit – sie starben in den Konzentrationslagern. Margot Bendheim gilt als eine der wenigen Überlebenden ihres direkten Familienkreises, obwohl ihr weiteres Schicksal nach 1945 nicht abschließend geklärt ist.

Der Stolperstein für Margot Bendheim erinnert heute an ihr Schicksal und steht in der Skalitzer Straße in Berlin-Kreuzberg. Er ist Teil einer größeren Erinnerungskultur, die die Biografien von Opfern des Nationalsozialismus sichtbar macht. Die Gedenkstätte wird von Besucherinnen und Besuchern mit Respekt wahrgenommen, wie anhand von Reaktionen ersichtlich ist, die von tiefem Mitgefühl zeugen.

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