Denkmal/Gedenkstätte

Museum der Unerhörten Dinge

Crellestraße 5-6, 10781 Berlin

Highlights

  • Das Museum zeigt kurioses Alltagsmaterial wie Goethes versteinerte Rose oder revolutionäre Geschenke aus der Arbeiterbewegung.
  • Archiviert werden ungewöhnliche Funde: Stromverteilerkästen, ein Tintenkuli von Hildegard Knef und historische Schaufensterfotos von Berlin.
  • Ausstellungen wie ‚Street-Art-Welt Berlin 2007–2024‘ dokumentieren Berliner Kultur zwischen Paranoia und urbaner Kreativität.

Tipps

  • Die Dauer der Ausstellung wird auf den Infotafeln oder der offiziellen Website detailliert angegeben, um eine spontane Planung zu ermöglichen.
  • Einige Exponate stammen aus ungewöhnlichen Kontexten wie industriellen Schenkungen oder historischen Debatten, was die Perspektive auf Alltägliches erweitert.
  • Die Sortierung der Objekte nach Gewicht bietet eine ungewöhnliche Kategorie zur Betrachtung von Kultur- und Alltagsgegenständen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Museum der Unerhörten Dinge Berlin – Kultur-Ausflug

Das Museum der Unerhörten Dinge in Berlin ist ein einzigartiges kulturelles Juwel, das sich der Bewahrung und Präsentation außergewöhnlicher, kurioser und oft skurriler Objekte widmet. Gegründet 1997, vereint es unter seinem Dach eine Sammlung, die von historischen Kuriositäten bis zu zeitgenössischen Phänomenen reicht – stets getragen von der Idee, das Ungewöhnliche und Unerwartete sichtbar zu machen. Mit einer Mischung aus Wissenschaft, Humor und Provokation wird hier Geschichte lebendig, die sich nicht in klassischen Erzählungen wiederfindet.

Zu den besonderen Highlights zählen archivierte Funde wie die Goethe-Rose, eine versteinerte Rose aus Karlsbad, die heute im Botanischen Garten von Palermo bewundert wird, oder die isen Noten, ein Geschenk revolutionärer Arbeiter aus Leningrad an die Rickmers-Werft in Bremerhaven. Doch das Museum bewahrt auch absurde Alltagsgegenstände wie einen Tintenkuli der Firma Rotring, der durch den Nachlass der Schauspielerin Hildegard Knef in die Sammlung gelangte. Jedes Objekt wird gewogen, nummeriert und dokumentiert – ein Beweis für die systematische Liebe zum Kuriosen.

Besonders faszinierend sind die temporären Ausstellungen, die das Museum regelmäßig zeigt. So widmete es sich etwa der Street-Art-Welt Berlins zwischen 2007 und 2024, präsentiert durch Fotos des Künstlers Lupo Finto, und ehrte damit die Künstlerinnen und Künstler, die mit ihren Werken die Stadtfarben bereichern. Auch das Werk der Künstlerin Jutta Walter (1947–2023) wurde in einer eigenen Ausstellung gewürdigt. Mit solchen Projekten verbindet das Museum Kunst, Stadtgeschichte und gesellschaftliche Debatten – immer mit einem Augenzwinkern.

Das Museum der Unerhörten Dinge versteht sich als Archiv des Unerhörten, das nicht nur Seltsames sammelt, sondern auch Fragen stellt: Was gilt als normal? Was wird übersehen? Und wie viel Absurdität steckt im Alltag? Mit einer Mischung aus Archivarbeit, Ausstellungen und öffentlichen Projekten – etwa bei der Kulturellen Landpartie im Wendland – bleibt es ein Ort der Neugier und des Staunens. Wer sich für das Unerwartete begeistert, findet hier Inspiration, Lachen und eine ganz eigene Art, Geschichte zu erleben.

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