Museum

Museumsdorf Düppel

Clauertstraße 11 Anfahrt Tor 1, Zugang zum Parkplatz, Clauertstraße 11, 14163 Berlin

Highlights

  • Das Museumsdorf Düppel zeigt ein rekonstruiertes mittelalterliches Dorf auf 8 Hektar Fläche in Berlin-Nikolassee.
  • Es informiert über mittelalterliches Leben, Handwerk, Tierhaltung und Landwirtschaft im 13. Jahrhundert.
  • Zum Erlebnis gehören Schmiede, Töpferstand, Backhaus, Palisade und historische Tierhaltung mit alten Rassen.

Tipps

  • Bequemes Schuhwerk ist empfehlenswert, da das Gelände weitläufig ist.
  • Kinder können an verschiedenen Mitmachangeboten wie Stockbrot backen oder Stelzen laufen teilnehmen.
  • Die Häuser und Handwerksstationen bieten Einblicke in das mittelalterliche Leben und Arbeiten.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Museumsdorf Düppel

Das Museumsdorf Düppel in Berlin bietet Besuchern die Möglichkeit, den mittelalterlichen Alltag vor rund 800 Jahren hautnah zu erleben. In einer rekonstruierten Dorfanlage wird das Leben in einer kleinen Siedlung des Mittelalters anschaulich nachempfunden. Die Anlage erstreckt sich auf acht Hektar und zeigt nicht nur detailgetreu nachgebaute Häuser, sondern auch Landschaftselemente wie Wiesen, Weiden, Gärten und Wälder, wie sie damals typisch waren. Das Museum ist besonders familienfreundlich und lädt dazu ein, Geschichte aktiv zu entdecken – etwa beim Stockbrotbacken, Kegeln oder Stelzenlaufen.

Das Dorf entstand historisch um die Mitte des 13. Jahrhunderts und war ursprünglich eine kleine Raststation, die im Schutz einer Palisade lag. Archäologische Funde legen nahe, dass es sich hier um eine Mischsiedlung aus slawischen und deutschen Bewohnern handelte. Die Siedlung wurde später aufgegeben, als sich in der Nähe neue Dörfer mit besseren landwirtschaftlichen Bedingungen entwickelten. Heute ist das Museumsdorf Düppel ein lebendiger Ort, an dem verschiedene Aspekte des mittelalterlichen Lebens vermittelt werden – von der Tierhaltung über alte Handwerkskünste bis hin zu traditionellen Gartenkulturen.

Zum Museumsdorf gehören unter anderem eine Schmiede, ein Töpferstand, ein Backhaus sowie ein Getreidespeicher, die von ehrenamtlichen Arbeitsgruppen betreut werden. Besucher können bei Mitmachangeboten selbst Handwerksarbeiten ausprobieren oder alte Techniken wie Weben, Spinnen oder Korbflechten kennenlernen. Auch die Tierwelt spielt eine große Rolle: Es leben unter anderem alte Nutztierrassen wie das Düppeler Weideschwein und die seltene Schafart „Skudden“. Thematische Führungen und Workshops ergänzen das Angebot und sorgen für ein abwechslungsreiches Erlebnis, besonders an Wochenenden und Feiertagen.

Das Museumsdorf liegt im Landschaftsschutzgebiet Krummes Fenn in Berlin-Nikolassee und ist Teil der Stiftung Stadtmuseum Berlin. Es wird vom Förderverein Museumsdorf Düppel e.V. aktiv unterstützt, der sich unter anderem der Erhaltung historischer Handwerkskünste und der Pflege der Dorfanlage widmet. Regelmäßig finden besondere Veranstaltungen statt, etwa Kinderfeste oder sogenannte Living History-Tage, bei denen das mittelalterliche Dorfleben besonders intensiv nachempfunden wird. Mit seinen authentischen Darstellungen und interaktiven Angeboten ist das Museumsdorf Düppel ein lohnendes Ausflugsziel für alle, die Geschichte mit allen Sinnen erfahren möchten.

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