Museumswohnung
Highlights
- Die Museumswohnung in Berlin-Hellersdorf zeigt eine original erhaltene DDR-Wohnung vom Typ WBS 70 aus dem Jahr 1986.
- Sie ist die letzte erhaltene „Platte“ und dokumentiert authentisch die Wohnkultur der ehemaligen DDR.
- Interessierte können sonntags einen Einblick in die damalige Alltagskultur mit originaler Einrichtung und Kunstwerken erhalten.
Tipps
- Bei der Museumswohnung in Berlin klingelt man direkt an der Tür – das sorgt für ein authentisches Besuchsgefühl.
- In der Wohnung darf man Möbel, Zeitschriften und Spielzeug anfassen und mit Zeitzeugen sprechen.
- Die Ausstattung zeigt detailgetreu das Leben in einer DDR-Plattenbauwohnung der 1980er Jahre.
Eigenschaften
Über Museumswohnung
Die Museumswohnung in Berlin ist ein besonderes Zeitdokument und führt Besucherinnen und Besucher auf eine authentische Zeitreise in die Wohnkultur der DDR. Diese von STADT UND LAND bewahrte Wohnung im Bezirk Marzahn-Hellersdorf ist die letzte erhaltene „Platte“ des ehemaligen Plattenbauviertels und ein beeindruckendes Beispiel für den Wohnungsbau der 1980er Jahre. Ursprünglich 1986 vom VEB Wohnungsbaukombinat Cottbus errichtet, wurde die rund 61 Quadratmeter große 3-Zimmer-Wohnung originalgetreu rekonstruiert und präsentiert heute das Leben in der damaligen Zeit hautnah.
Die Einrichtung der Museumswohnung ist bis ins kleinste Detail original erhalten und spiegelt den Alltag einer typischen ostdeutschen Familie wider. Von funktionalen Möbeln über alltägliche Gebrauchsgegenstände bis hin zu Büchern, Zeitschriften und elektrischen Geräten – alles lädt zum Anfassen und Entdecken ein. Besucher können auf den Möbeln sitzen, Zeitzeug*innenberichte hören und durch gezielte Fragen mit den Betreuer*innen ins Gespräch kommen. Einige Exponate wie der meistverkaufte Kunstdruck „Junges Paar am Strand“ von Walter Womacka vermitteln zusätzlich einen Eindruck von Kunst und Geschmack der Zeit. Auch der legendäre Farbfernseher des RFT Staßfurt ist Teil der Ausstattung und verdeutlicht die damaligen Lebensumstände.
Die Entstehung der Museumswohnung war ein Gemeinschaftsprojekt: Viele ehemalige Mieterinnen und Mieter trugen mit ihren persönlichen Gegenständen zur authentischen Ausstattung bei. So entstand ein beeindruckendes Gesamtbild, das nicht nur für Zeitzeug*innen, sondern auch für Schulklassen, Tourist*innen und Filmteams von großem Interesse ist. Die Museumswohnung wird regelmäßig für Dreharbeiten genutzt und ist ein gefragter Ort, um die Lebenswelt der DDR anschaulich zu vermitteln. Die niedrige Miete gegenüber dem hohen Anschaffungswert von Haushaltsgegenständen verdeutlicht zudem die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im damaligen Osten.
Der Besuch der Museumswohnung ist besonders wegen ihrer detailgetreuen Rekonstruktion und der interaktiven Elemente ein besonderes Erlebnis. Die Räumlichkeiten sind mit erklärenden Tafeln ausgestattet, die Hintergründe zur damaligen Lebensweise liefern. Die Wohnzimmercouch, Küchenzeile und sogar das Badezimmer sind original erhalten und laden dazu ein, die Vergangenheit mit allen Sinnen zu erfahren. Die hohe Bewertung von 4,5 von 5 Sternen bei über 100 Bewertungen zeigt, wie gut das Konzept bei Besucher*innen ankommt. Die Museumswohnung ist ein lebendiges Stück DDR-Geschichte mitten in Berlin – ein Ort, der Vergangenes lebendig werden lässt und zum Verweilen und Staunen einlädt.