Museum

Mutter mit zwei Kindern

10827 Berlin

Tipps

  • Die Skulpturgruppe oberhalb des Kynastteichs ist aus Muschelkalk gefertigt und stammt von Bildhauer Walter Kniebe aus den Jahren 1913/1914.
  • Sie befindet sich auf der östlichen Brückenbrüstung des Löwenhardtdammes im ehemaligen Fliegerviertel, einer Wohnsiedlung ab 1911.
  • Ein schöner Blick auf den Teich lohnt sich, auch wenn die Figuren etwas heruntergekommen wirken.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Mutter mit zwei Kindern

Die Skulptur „Mutter mit zwei Kindern“ zählt zu den kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten im Berliner Stadtgebiet und ist in der Kategorie Museum eingeordnet. Sie befindet sich im Bezirk Berlin und ist Teil der Gartenstadt Neu-Tempelhof, die auch als Fliegerviertel bekannt ist. Diese Wohnsiedlung entstand ab dem Jahr 1911 auf dem westlichen Teil des ehemaligen Tempelhofer Feldes und beherbergte zeitweise über 16.000 Einwohner. Die Figurengruppe ist ein Werk des Bildhauers Walter Kniebe und entstand in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg.

Die aus Muschelkalk gefertigte Skulptur steht auf der östlichen Brückenbrüstung des Löwenhardtdammes und blickt auf den Kynastteich. Die Darstellung einer sitzenden Mutter mit zwei Kindern verkörpert die damalige Idee des sozialen Wohnungsbaus und spiegelt die Familiengründung in der jungen Siedlung wider. Die ruhige, idyllische Umgebung unterstreicht den künstlerischen und gesellschaftlichen Anspruch des Werkes. Die Skulptur ist eng mit der Geschichte der Gartenstadt verbunden, die als frühes Beispiel für moderne Stadtplanung gilt.

Die Anlage der Gartenstadt Neu-Tempelhof war ein Vorreiterprojekt im Bereich des sozialen Wohnungsbaus und prägte maßgeblich das Stadtbild des südlichen Berlin. Die Skulptur selbst wurde als Teil dieses Konzeptes geschaffen und soll das Ideal der bürgerlichen Familie verkörpern. Die stilisierte Formensprache und der verwendete Werkstoff Muschelkalk verleihen der Gruppe eine zeitlose Ausstrahlung, die bis heute wirkt. Die Umgebung lädt zur Ruhe und zum Verweilen ein, insbesondere der Blick auf den benachbarten Kynastteich trägt zur stimmungsvollen Atmosphäre bei.

Trotz ihres künstlerischen und historischen Wertes zeigt die Skulptur Anzeichen von Verwitterung, was in manchen Bewertungen kritisch angemerkt wird. Dennoch bleibt sie ein markantes Zeugnis der frühen 20. Jahrhunderts und ein Ausdruck der damaligen gesellschaftlichen Vorstellungen von Familie und Gemeinschaft. Ihre Lage oberhalb des Kynastteichs macht sie zu einem ruhigen, fast versteckten Ort, der sich gut in einen kulturellen Spaziergang einbinden lässt.

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