Museum

Mythos Germania – Vision und Verbrechen

Badstraße 5, 13347 Berlin

Highlights

  • Die Ausstellung zeigt Hitlers Pläne für Berlins ‚Germania‘ – Visionen und Verbrechen wie Vertreibung, Zwangsarbeit und Deportationen in unterirdischen Räumen des U-Bahnhofs Gesundbrunnen.
  • Multimediale Stationen und Modelle beleuchten bautechnische Hintergründe sowie ideologische Verbrechen im Kontext der nationalsozialistischen ‚Neugestaltung‘ Berlins.
  • Ehrenamtlich betreut, bietet die Dauerausstellung Zugang zu Originaldokumenten, darunter das ‚Germania‘-Modell aus dem Film ‚Der Untergang‘ – nur per Treppe erreichbar.

Tipps

  • Der Zugang zur Ausstellung erfolgt über eine grüne Tür auf dem dritten Zwischenpodest der Treppe im U-Bahnhof Gesundbrunnen (U8).
  • Flaches Schuhwerk ohne Absätze wird empfohlen, da die Ausstellungsräume über Gitterroste erschlossen sind.
  • Die maximale Besucherzahl ist aufgrund der begrenzten Raumkapazität begrenzt, was zu Wartezeiten führen kann.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Mythos Germania: Berlin – Kultur & Verbrechen

Tauchen Sie in die faszinierende, aber auch erschütternde Welt des „Mythos Germania – Vision und Verbrechen“ ein, einer einzigartigen Ausstellung im Berliner Untergrund. Eingebettet in die geheimnisvollen Räume unter dem U-Bahnhof Gesundbrunnen, beleuchtet diese multimediale Präsentation des Vereins Berliner Unterwelten e.V. die ambivalenten Pläne der Nationalsozialisten für eine „Neugestaltung“ der Hauptstadt. Die Ausstellung verbindet bautechnische Visionen mit den grausamen Realitäten von Vertreibung, Deportation und Zwangsarbeit – stets im Kontext der ideologischen Träume einer „neuen Ordnung“.

Besucher:innen werden durch eine 39-stufige Treppe in die verborgene Welt geführt, die erst vor einigen Jahren wiederentdeckt und für Ausstellungszwecke hergerichtet wurde. Medienstationen, historische Dokumente, Architekturmodelle und sogar das berühmte Großmodell der „Germania“-Stadt aus dem Film Der Untergang (2004) bieten einen tiefen Einblick in Hitlers urbanistische Pläne. Die Ausstellung zeigt, wie architektonische Träume eng mit den Verbrechen des Regimes verwoben waren – ein erschütterndes Zeugnis der Macht von Ideologie und Gewalt.

Die Räume sind nicht barrierefrei, erfordern jedoch flaches Schuhwerk und sind nur über eine Treppe zugänglich. Aufgrund der begrenzten Kapazität und der sensiblen Thematik richtet sich die Ausstellung an ein erwachsenes Publikum ab 16 Jahren. Kinder unter 7 Jahren dürfen nicht teilnehmen, während Jugendliche ab der 8. Klasse unter elterlicher Begleitung willkommen sind. Die Ausstellung wird ehrenamtlich betreut und bietet kostenlose Begleitliteratur, darunter die Publikation Metropole Berlin – Traum und Realität 1920 | 2020.

Ein besonderes Erlebnis bietet die Verbindung zu anderen Führungen des Vereins, etwa zum Operationsbunker Teichstraße oder dem Fichtebunker, die ebenfalls im Umfeld von Kreuzberg und Gesundbrunnen liegen. Die Ausstellung lädt ein, die dunkle Geschichte Berlins nicht nur aus der Perspektive der Oberflächenkultur, sondern aus den verborgenen Schichten der Stadt zu betrachten – ein Ort der Reflexion und des historischen Lernens.

Für Besucher:innen mit besonderen Bedürfnissen sind rollstuhlgerechter Eingang, Parkplatz und WC verfügbar, allerdings sind die Ausstellungsräume selbst nicht vollständig barrierefrei zugänglich. Die Ausstellung ist ein Mahnmal und eine Einladung, sich mit den Wurzeln des NS-Regimes auseinanderzusetzen – und gleichzeitig die Resilienz einer Stadt zu würdigen, die sich aus ihren Schatten neu erfand.

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