NABU Naturgarten Pankow
Highlights
- NABU Naturgarten Pankow schützt Berlins letzte Kreuzkrötenpopulation und acht Natur- und vier Landschaftsschutzgebiete.
- Im Winterhalbjahr pflegen sie Biotope, reparieren Nistkästen und erfassen Tierbestände im Bezirk Pankow.
- Der Garten fördert Artenvielfalt durch Biotoppflege, Kleingewässerpflege und ökologische Aufwertung von Flächen.
Tipps
- Ein Fokus liegt auf der Pflege von Kleingewässern und Biotopen, die für lokale Tierarten wie die Kreuzkröte als Lebensraum dienen.
- Die barrierefreie Gestaltung ermöglicht einen ungehinderten Zugang zu den Bereichen des Gartens, sodass auch Besucher mit eingeschränkter Mobilität teilnehmen können.
Eigenschaften
Naturgarten Pankow – Ausflug Naturpark Berlin
Der NABU Naturgarten Pankow ist ein lebendiges Beispiel für Naturschutz und Gemeinschaftsengagement mitten im Berliner Bezirk Pankow. Als Teil der Arbeit des NABU (Naturschutzbund Deutschland) dient der Garten als praktische Lern- und Erholungsfläche, auf der Besucher:innen die Vielfalt heimischer Flora und Fauna hautnah erleben können. Besonders hervorzuheben ist die enge Verbindung zum Tiergarten Berlin, wo ehrenamtliche Kräfte regelmäßig Nistkästen reinigen und artgerechte Lebensräume für Vögel schaffen. Durch geführte Touren wie das „After Work Birding“ wird das Interesse an der lokalen Vogelwelt gefördert – eine Möglichkeit, auch nach Feierabend die Natur in der Stadt zu entdecken.
Ein zentrales Anliegen des NABU Pankow ist der Arten- und Biotopschutz in einem der grünsten Bezirke Berlins. Pankow beherbergt nicht nur acht Natur- und vier Landschaftsschutzgebiete, sondern auch seltene Populationen wie die letzte Kreuzkrötenpopulation der Stadt. Der Naturgarten unterstützt diese Bestrebungen durch gezielte Biotoppflege, die Pflege von Kleingewässern und die Wiederherstellung von Lebensräumen in Kooperation mit lokalen Naturschutzprojekten. Besonders im Winterhalbjahr stehen Reparaturarbeiten und Bestandserfassungen auf dem Programm, um die ökologische Stabilität der Flächen zu sichern.
Der Garten ist zudem ein Ort des Austauschs und der Bildung. Beim jährlichen Tag des offenen Naturgartens lädt der NABU zu Kaffee und Kuchen ein und informiert über die Arbeit des Vereins – von der Förderung junger Naturschützer:innen bis hin zu konkreten Projekten wie der Pflege des Biesenhorster Sands oder der Renaturierung von Feldfluren im Umfeld des Landschaftsparks Herzberge. Hier wird deutlich, wie Naturschutzpraxis und Gemeinschaftsprojekte Hand in Hand gehen, um Berlins grüne Oasen zu bewahren und zu erweitern. Für alle, die sich für nachhaltige Stadtentwicklung und aktive Biodiversität interessieren, bietet der NABU Naturgarten Pankow eine inspirierende Möglichkeit, selbst aktiv zu werden.
Mit seinem Fokus auf ökologische Vernetzung und partizipativen Ansätzen zeigt der Naturgarten, wie Naturschutz auch in urbanen Räumen gelingen kann. Ob durch die Unterstützung seltener Amphibien, die Aufwertung von Gewässern oder die Sensibilisierung für den Schutz heimischer Arten – der NABU Pankow verbindet praktische Arbeit mit Bildungsangeboten. Besonders die Zusammenarbeit mit dem Flughafen Tegel, wo der Verein seit Jahrzehnten ein Schutzreservat betreut, unterstreicht die Bedeutung von Kooperationen für den Erhalt Berlins natürlicher Ressourcen. Ein Besuch lohnt sich nicht nur für Naturliebhaber:innen, sondern für alle, die verstehen wollen, wie Stadt und Natur im Einklang stehen können.