Galerie

Noack Galerie

Am Spreebord 9a, 14662 Berlin

Highlights

  • Die Noack Galerie zeigt seltene Güsse berühmter Künstler wie Arp, Barlach oder Kiefer aus der 129-jährigen Traditionsgießerei Hermann Noack.
  • Rollstuhlgerechter Zugang ermöglicht barrierefreien Besuch der Werkstattgalerie mit Originalen wie ‚Der singende Mann‘ oder ‚Das Wiedersehen‘.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Besuch der Ausstellungsräume und Werkstattbereiche.
  • Die Werkstattgalerie zeigt originale Güsse bedeutender Künstler wie „Der singende Mann“ oder „Das Wiedersehen“ aus der Zeit ihrer Entstehung.
  • Die monatlichen Werkstattführungen am letzten Mittwoch bieten Einblicke in die historische Bildgießerei und deren traditionelle Arbeitsprozesse.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur in Berlin: Noack Galerie entdecken

Die Noack Galerie in Berlin verbindet Kunstgeschichte mit zeitgenössischer Schöpferkraft und bietet Besuchern einen faszinierenden Einblick in die Welt der bildenden Künste. Im Herzen einer über 129 Jahre alten Traditionsgießerei, der Bildgießerei Hermann Noack, präsentiert die Galerie herausragende Werke von internationalen Künstlern – von klassischen Meistern bis zu aufstrebenden Talenten. Seit Generationen wenden sich bedeutende Künstler wie Ernst Barlach, Käthe Kollwitz oder Georg Baselitz an die Werkstatt, um ihre Skulpturen in hochwertiger Gussqualität umzusetzen. Die Galerie zeigt dabei nicht nur ikonische Werke wie „Der singende Mann“ oder „Das Wiedersehen“, sondern auch seltene Entwürfe, die während der Lebenszeit der Künstler entstanden.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbindung von Handwerk und Kunst: Die Werkstattgalerie ermöglicht Einblicke in die traditionelle Gusstechnik, während gleichzeitig moderne Positionen wie die des österreichischen Künstlers Siegfried Anzinger oder der deutsch-russischen Bildhauerin Anna Bogouchevskaia präsentiert werden. Anzingers Werke zeichnen sich oft durch einen humorvollen, parodistischen Unterton aus, während Bogouchevskaia mit ihren surrealen Skulpturen eine fremdartige Atmosphäre schafft, die Naturphänomene in neuen, fast magischen Licht setzt. Die Ausstellung „Streetqueen“ der Fotografin Sharon Mae Meyer – bekannt durch ihre spät entdeckte, aber weltberühmte Negativsammlung – zeigt zudem, wie unerwartet die Kunstgeschichte sich entfaltet.

Für Kunstinteressierte und Neugierige bietet die Galerie regelmäßig besondere Erlebnisse: Jeden letzten Mittwoch im Monat kann man an einer kombinierten Werkstattführung teilnehmen, die durch die laufende Produktion führt, gefolgt von einem Menü in der angrenzenden Bar. Diese Führungen finden außerhalb des Betriebs statt und bieten so einen authentischen Blick hinter die Kulissen einer der bedeutendsten Gießereien Deutschlands. Die Galerie unterstreicht damit ihr Doppelgesicht: als Ort der Tradition und als Plattform für zeitgenössische künstlerische Experimentierfreude – ein einzigartiges Erlebnis für alle, die sich für die Schnittstelle von Handwerk und Kunst begeistern.

Die Noack Galerie ist somit nicht nur ein Ausstellungsort, sondern auch ein lebendiges Archiv der Kunstgeschichte. Sie verbindet die Werke großer Namen wie Moore, Kiefer oder Arp mit aktuellen Positionen und lädt dazu ein, die Faszination von Skulptur, Fotografie und Gusstechnik in all ihren Facetten zu entdecken. Ob als Kulturausflug für Kenner oder als Entdeckung für Neugierige – die Galerie bietet ein reichhaltiges Programm, das sowohl die Sinne als auch den Verstand anspricht.

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