Denkmal/Gedenkstätte

Paul Aronsbach

Große Präsidentenstraße, 10178 Berlin

Highlights

  • Paul Aronsbach wurde 1887 in Berlin geboren und lebte zuletzt in der Großen Präsidentenstraße 8.
  • Er wurde 1942 mit seiner Familie nach Riga deportiert und dort ermordet.
  • Seine Ehefrau und beide Kinder kamen im Holocaust ums Leben.

Tipps

  • In der Nähe befindet sich die Rosenstraße, wo ein Denkmal an den Protest arischer Frauen erinnert, die für die Freilassung ihrer jüdischen Familienangehörigen kämpften.
  • Die ehemalige Wohn- und Geschäftsräume der Familie Aronsbach in der Umgebung laden dazu ein, die Spuren der Geschichte im Stadtteil Mitte zu erkunden.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Paul Aronsbach

Der Gedenkpark Paul Aronsbach in Berlin erinnert an das Schicksal eines jüdischen Kaufmanns und seiner Familie, die während der nationalsozialistischen Verfolgung ermordet wurden. Der Park zählt zu den Gedenkstätten, die sich dem Leben und Tod von Opfern des Holocaust widmen und liegt zentral im Bezirk Mitte. Paul Aronsbach, geboren in Berlin, lebte mit seiner Familie in verschiedenen Stadtteilen der Hauptstadt. Er war in der Altpapierbranche tätig und führte gemeinsam mit seiner Ehefrau Sara ein Leben, das durch die zunehmende Entrechtung der jüdischen Bevölkerung ab den frühen 1930er Jahren zunehmend eingeschränkt wurde.

Die Verhältnisse verschlechterten sich rapide: Paul Aronsbach und seine Angehörigen wurden schließlich der Zwangsarbeit unterworfen, bevor sie 1942 im Rahmen eines Deportationstransports in das Ghetto Riga gebracht wurden. Dort fanden sie wahrscheinlich den Tod. Ihre Tochter Erika und der Sohn Manfred wurden ebenso deportiert wie Pauls Ehefrau Sara. Nur wenige Familienmitglieder überlebten den Holocaust – die meisten wurden in Vernichtungslagern ermordet. Die Geschichte der Familie Aronsbach spiegelt das Schicksal vieler Berliner jüdischer Familien wider, die systematisch verfolgt und ermordet wurden.

Der Gedenkpark ist ein Ort der Erinnerung, an dem die Öffentlichkeit auf das individuelle Schicksal und die historischen Zusammenhänge aufmerksam gemacht wird. Die Gestaltung des Parks verbindet künstlerische Elemente mit informativen Texten, die Einblicke in das Leben der Familie geben. Besucherinnen und Besucher berichten von beeindruckenden Skulpturen und detailreichen Inschriften, die zum Verweilen und Nachdenken einladen. Der Park liegt in unmittelbarer Nähe zu den Hackeschen Höfen, einem bekannten Naherholungsgebiet in der Berliner Innenstadt sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen.

Ein besonderer Aspekt des Ortes ist die Verbindung zur Rosenstraße, wo ein bedeutender Protest deutscher Frauen stattfand, die gegen die Deportation ihrer jüdischen Familienangehörigen demonstrierten. Diese historische Episode wird im Kontext des Gedenkens an Paul Aronsbach erwähnt und verdeutlicht den Widerstand, den auch nicht-jüdische Deutsche leisteten. Der Park fungiert somit nicht nur als Mahnmal für die Opfer, sondern auch als Zeugnis des zivilen Engagements in einer Zeit nationalsozialistischer Barbarei.

Bewertungen

4,2 (82) 4.2 aus 82 Bewertungen (Google)

Auf Google

4,2 (82) 4.2 · 82 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…