Pfarrkirche St. Matthias
Highlights
- Neogotische Hallenkirche aus dem 19. Jh. – eine der wenigen freistehenden katholischen Kirchen Berlins und unter Denkmalschutz.
- Nach Kriegsschäden 1952 in reduzierter Form wiedereröffnet, 1987–1993 generalsaniert und 2008–2009 die Orgel restauriert.
- Beherbergt originale Kreuzwegbilder (10/14), eine Ikone der ‚Gottesmutter von der immerwährenden Hilfe‘ (seit 1954) und rollstuhlgerechte Zugänge.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang über den Winterfeldtplatz ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt in die Kirche.
- Die erhaltenen Kreuzwegstationen von Philipp Schumacher bieten Einblicke in die historische Ausstattung der neugotischen Hallenkirche aus der Vorkriegszeit.
- Die ikonische Darstellung der ‚Gottesmutter von der immerwährenden Hilfe‘ in der Taufkapelle dokumentiert die religiöse Tradition seit 1954.
Eigenschaften
Kultur-Ausflug: Pfarrkirche St. Matthias Berlin
Die Pfarrkirche St. Matthias zählt zu den bedeutendsten katholischen Sakralbauten Berlins und vereint historische Kontinuität mit moderner Architektur. Als eine der wenigen freistehenden neugotischen Hallenkirchen der Hauptstadt entstand sie auf dem Winterfeldtplatz und steht unter Denkmalschutz. Ursprünglich als kleinere Kirche in der Potsdamer Straße geplant, wurde sie nach Plänen des Architekten Engelbert Seibertz neu errichtet – ein Zeugnis des katholischen Glaubenslebens in Berlin, das sich seit dem 19. Jahrhundert behauptet.
Die dreischiffige Kirche überstand den Zweiten Weltkrieg zwar schwer beschädigt, doch bereits 1952 konnte sie in reduzierter Form wiedereröffnet werden – zeitgleich mit dem ersten Katholikentag nach dem Krieg. Eine umfassende Generalsanierung zwischen 1987 und 1993 sicherte ihre Substanz und bewahrte ihr historisches Erscheinungsbild. Besonders die Orgel, 1958/1974 von der Firma Seifert erbaut und später von der Orgelbaufirma Sauer (Frankfurt/Oder) restauriert, zählt zu den künstlerischen Highlights des Gotteshauses.
Im Inneren beeindrucken erhaltene Spuren der ursprünglichen Ausstattung, darunter zehn von einst vierzehn Kreuzwegstationen des Künstlers Philipp Schumacher. Die östliche Beichtkapelle beherbergt zudem zwei kombinierte Beichtzimmer, geschmückt mit dem ehemaligen Turmhahn der Kirche, der 1934 bei einem Orkan herabstürzte. An der rechten Seite der Kapelle hängt das moderne Gemälde *„Deus absconditus“* des Künstlers Michael Triegel (Neue Leipziger Schule), das 2013 entstand und die spirituelle Tiefe des Raums unterstreicht.
Ein weiteres religiöses Juwel ist die Ikone *„Gottesmutter von der immerwährenden Hilfe“*, die seit 1954 in der Taufkapelle hängt. Die Kirche bietet zudem barrierefreie Zugänge und einen rollstuhlgerechten Parkplatz, was sie zu einem inklusiven Ort des Glaubens und der Kultur macht. Als zentraler Treffpunkt der Berliner Katholiken verbindet St. Matthias Tradition mit zeitgenössischer Frömmigkeit und steht für die lebendige Präsenz der katholischen Gemeinde in der Hauptstadt.