Pohlesee
Highlights
- Der Pohlesee liegt im Berliner Ortsteil Wannsee und ist über Kanäle mit dem Kleinen und Großen Wannsee verbunden.
- Ursprünglich trug er mit dem Kleinen Wannsee den Namen Stolpsches Loch, wurde aber später in Pohlesee umbenannt.
- Am Pohlesee steht die ehemalige Villa Joerger, heute Wannseeforum, erbaut 1906 im Stil märkischer Herrenhäuser.
Tipps
- Der Pohlesee ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar und eignet sich für Fahrradtouren sowie Bootsausflüge.
- Am Südufer des Pohlesees gibt es viele schattige Strände, die zum Verweilen einladen.
- Hunde dürfen im gesamten Seegebiet frei laufen, was ihn zu einem beliebten Auslaufgebiet macht.
Eigenschaften
Über Pohlesee
Der Pohlesee liegt im südlichen Teil Berlins im Bezirk Steglitz-Zehlendorf und gehört zum Ortsteil Wannsee. Der See ist über den Griebnitzkanal, der rechtlich zum Teltowkanal zählt, mit dem Kleinen Wannsee im Osten sowie über einen rund 300 Meter langen Kanal im Westen mit dem Stölpchensee verbunden. Diese Verbindung macht ihn zu einem integralen Bestandteil des Berliner Kanal- und Seesystems. Das Wasser fließt meist vom Teltowkanal über den Stölpchensee in den Pohlesee und weiter zum Kleinen und Großen Wannsee, kann aber auch in entgegengesetzter Richtung zirkulieren. Zuständig für die Wasserstraßenverwaltung ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Spree-Havel.
Historisch trug der Pohlesee zusammen mit dem Kleinen Wannsee den Namen „Stolpsches Loch“, benannt nach dem nahegelegenen Dorf Stolpe. Mit der Entstehung der Villenkolonie „Alsen“ ab Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Name als unrepräsentativ empfunden und der See erhielt seinen heutigen Namen. Die schmale Verbindung des Sees, geprägt durch die Halbinsel Wehrhorn, führte zur Aufteilung in den westlichen Pohlesee und den östlichen Kleinen Wannsee. Letzterer zählt heute zu den beliebten Yachthäfen der Region und verfügt über mehrere Privatliegeplätze.
Ein markantes Bauwerk am Pohlesee ist die ehemalige Villa Joerger auf der Halbinsel Wehrhorn. Die 1906 erbaute Villa im Stil eines märkischen Herrenhauses diente dem Bankier Carl Joerger als Sommersitz. Das Gelände umfasste damals auch ein Kutscherhaus und einen Pferdestall. Nach Kriegsende wurde Carl Joerger 1945 in der Villa von sowjetischen Soldaten erschossen, seine Ehefrau Elisabeth verstarb kurz darauf. Heute beherbergt das ehemalige Anwesen das Wannseeforum, eine Bildungsstätte der internationalen Jugendarbeit.
Der Pohlesee ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Gäste schätzen die gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie die Möglichkeit, Bootstouren zu unternehmen oder Fahrradfahrten entlang des Ufers zu genießen. Am Südufer gibt es mehrere schattige Strandabschnitte, die besonders an warmen Tagen attraktiv sind. Der See ist zudem als Hundeauslaufgebiet gekennzeichnet, weshalb viele Vierbeiner mit ihren Haltern anzutreffen sind. Einige Besucher bemängeln jedoch die teilweise trübe Wasserqualität und den schlammigen Grund des Sees.
Besondere Aufmerksamkeit genießt der Pohlesee für seine ruhige Atmosphäre und die malerischen Sonnenuntergänge, die das Gewässer zu einem lohnenswerten Ausflugsziel machen – unabhängig von der Jahreszeit. Als Teil des Berliner Seengebiets steht der See im Zusammenhang mit anderen regionalen Gewässern wie dem Stölpchensee und dem Kleinen Wannsee und trägt zur landschaftlichen Vielfalt im Südwesten der Stadt bei.