Denkmal/Gedenkstätte

Rahel Editha Jacks

Bornholmer Str. 9, 10439 Berlin

Highlights

  • Rahel Editha Jacks wurde 1923 in Berlin mit Adolf Jacks verheiratet.
  • Das Ehepaar lebte zuletzt in der Otto-Braun-Straße 87 in Prenzlauer Berg.
  • Sie wurde am 2. März 1943 mit dem 32. Osttransport nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Tipps

  • Besuchen Sie das Gedenken an Rahel Editha Jacks in der Otto-Braun-Straße 87 in Berlin-Prenzlauer Berg.
  • Informieren Sie sich über das Leben und Schicksal der Familie Jacks im Rahmen der Stolpersteine-Recherche.
  • Nehmen Sie sich Zeit, die historischen Hintergründe zur Deportation und Ermordung im Nationalsozialismus zu vertiefen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Rahel Editha Jacks

Die Rahel Editha Jacks ist eine im Rahmen des Holocaust ermordete Jüdin, deren Leben und Schicksal eng mit Berlin verbunden ist. Sie wurde im Jahr 1898 im damaligen Glowitz, heute Główczyce in Polen, geboren. Ihre Kindheit und Jugend sind weitgehend unerforscht, ebenso der genaue Zeitpunkt ihres Umzugs nach Berlin. In der Hauptstadt heiratete sie 1923 den Berliner Adolf Jacks, mit dem sie zwei Söhne, Egon und Wilhelm, bekam. Die Familie lebte zunächst in Hohen Neuendorf, wo auch die Geschäftsräume der Familie Jacks lagen – ein florierendes Abriss- und Metallhandlungsunternehmen, das Adolf gemeinsam mit seinen Brüdern führte.

Mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten verschlechterte sich die Lage für jüdische Familien wie den Jacks schlagartig. Der Boykott jüdischer Geschäfte und die allmähliche Entrechtung der Bevölkerung führten dazu, dass das Familienunternehmen schweren wirtschaftlichen Verlusten erlag. Während der Novemberpogrome 1938 wurde das Geschäft der Jacks verwüstet und musste kurze Zeit später geschlossen werden. Die Familie zog mehrfach um, zuletzt in die Otto-Braun-Straße in Prenzlauer Berg, wo sie ihren letzten gemeinsamen Wohnsitz hatten.

Edith Jacks und ihre Familie gerieten zunehmend unter die Kontrolle der nationalsozialistischen Terrorherrschaft. Wahrscheinlich wurden sie wie viele andere jüdische Berliner zur Zwangsarbeit verpflichtet. Ihre Söhne wurden nacheinander deportiert: Egon im August 1942, vermutlich nach Riga, wo er ermordet wurde. Edith und Adolf Jacks selbst wurden im März 1943 im Rahmen einer Deportation nach Auschwitz ermordet. Ihr jüngster Sohn Wilhelm war bereits einen Tag zuvor deportiert worden, überlebte jedoch die Konzentrationslager Auschwitz und Dachau.

Das Gedenken an Rahel Editha Jacks erfolgt heute durch einen Stolperstein, der an den letzten Berliner Wohnsitz der Familie erinnert. Der Stolperstein wurde im Jahr 2012 verlegt und ist Teil eines größeren Projekts zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in Berlin. Ihre Biografie spiegelt exemplarisch das Schicksal vieler jüdischer Familien wider, die in Berlin lebten und unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu Tode kamen.

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