Museum

RE.USE.UM

Kiehnwerderallee 2, 12437 Berlin

Highlights

  • RE.USE.UM entstand im ehemaligen Spreepark Berlin, einem der ersten Freizeitparks der DDR.
  • Das Gelände wurde 2014 lastenfrei vom Land Berlin zurückgekauft, um es wieder nutzbar zu machen.
  • Seit der Schließung 2002 lag das Areal brach und entwickelte eine mythologische Popkultur-Bedeutung.

Tipps

  • Das Gelände ist derzeit noch in Umbau, aber einige Ausstellungen sind bereits zugänglich.
  • Interims-Café bietet eine gute Gelegenheit, sich zu stärken.
  • Früherer Vergnügungspark mit historischem Flair – heute kultureller Ort im Wandel.

Eigenschaften

Ganzjährig

Über RE.USE.UM

Das RE.USE.UM in Berlin ist ein Ort an der Schnittstelle von Kunst, Kultur und Natur und zählt heute zu den spannendsten kulturellen Orten der Stadt. Es entstand im ehemaligen Spreepark, einem Gelände mit einer besonderen Geschichte, das in den letzten Jahren zu einem neuen kulturellen Zentrum umgestaltet wurde. Heute fungiert der Ort als Spreepark Art Space und bietet ein interdisziplinäres Programm, das Kunst, Architektur, Landschaft und gesellschaftliche Zukunftsthemen miteinander verbindet. Die Räumlichkeiten, darunter das sanierte Eierhäuschen, bieten Platz für zeitgenössische Ausstellungen und künstlerische Projekte, die sich mit dem spezifischen Charakter des Ortes und seiner Entwicklungsgeschichte auseinandersetzen.

Die Geschichte des Geländes reicht weit zurück: Ursprünglich eröffnete es 1969 unter dem Namen „Kulturpark Plänterwald“ und wurde zum einzigen ständigen Freizeitpark der DDR. Mit jährlich bis zu 1,7 Millionen Besuchern war er ein wichtiges Freizeitziel. Nach der politischen Wende wurde er in den 1990er Jahren in einen westlichen Vergnügungspark umgewandelt und unter dem Namen „Spreepark Berlin“ weitergeführt. Doch trotz Umbauten und neuen Attraktionen kam es ab Mitte der 1990er Jahre zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Nach der Insolvenz des Betreibers schloss der Park 2002 und lag bis vor wenigen Jahren weitgehend brach. Inzwischen hat das Land Berlin das Areal zurückgekauft und eine Entwicklung zu einem neuen kulturellen und grünen Ort initiiert – mit Projekten wie dem RE.USE.UM.

Als kultureller Anziehungspunkt bietet das RE.USE.UM Besucher*innen ein offenes und inspirierendes Umfeld. Der Eintritt ist frei, was den Zugang zu den künstlerischen Arbeiten und Konzepten besonders einladend macht. Die Ausstellungen im Spreepark Art Space setzen sich intensiv mit dem Ort selbst auseinander – seiner Vergangenheit, seiner architektonischen Substanz und seiner möglichen Zukunft. Neben den Ausstellungen wird auch die Landschaft selbst zum Teil der künstlerischen Auseinandersetzung. Das Interims-Café auf dem Gelände wird von Besucher*innen besonders geschätzt und ergänzt das Angebot um einen Ort zum Verweilen und Austausch.

Trotz laufender Bauarbeiten, die das gesamte Areal in den kommenden Jahren in einen repräsentativen Ort mit neuem Riesenrad und weiteren Attraktionen verwandeln sollen, hat das RE.USE.UM bereits jetzt eine lebendige Besucher*innen-Gemeinschaft. Die bisherigen Ausstellungen wurden als besonders interessant und spannend wahrgenommen. Das Konzept des Ortes, Kunst in Verbindung mit Landschaft und Stadtentwicklung zu setzen, macht ihn zu einem einzigartigen kulturellen Raum in Berlin. Es ist ein Ort, der Vergangenheit respektiert, Gegenwart gestaltet und Zukunftsbilder entwickelt – und damit ein lohnenswertes Ziel für Kulturinteressierte und alle, die Neues entdecken möchten.

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