Denkmal/Gedenkstätte

Rundlokschuppen Pankow-Heinersdorf

· HCHJ+54, 13159 Berlin

Highlights

  • Der Rundlokschuppen Pankow-Heinersdorf wurde 1893 erbaut und ist denkmalgeschützt.
  • Das Gebäude hat eine runde Kuppel mit 40 Metern Spannweite und fasst 24 Lokomotiven.
  • Nach jahrelangem Streit und Abrissplänen soll das Gelände zukünftig Wohnungen, Kitas und eine Schule beherbergen.

Tipps

  • Das ehemalige Lokschuppen-Gelände in Heinersdorf ist ein denkmalgeschütztes Industrie-Bauwerk mit rund 40 Meter Spannweite und historischem Wert.
  • Derzeit prägen Vandalismus und Leerstand das Areal, zukünftige Nutzung ist unklar, aber Wohn- und Gewerbepläne bestehen.
  • Interessierte finden über das Museum Pankow weitere Informationen zum Stand und zur Geschichte des Lokschuppens.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Rundlokschuppen Pankow-Heinersdorf

Der Rundlokschuppen Pankow-Heinersdorf ist ein denkmalgeschütztes Industriebauwerk im Berliner Bezirk Pankow und zählt heute zu den bedeutenden Zeugnissen der historischen Eisenbahnarchitektur. Errichtet im Jahr 1893 als kreisrunder Lokschuppen, diente er ursprünglich der Wartung und Unterbringung von Dampflokomotiven. Die runde Kuppelkonstruktion mit einer Spannweite von 40 Metern ist ein seltenes Beispiel industrieller Baudenkmalpflege aus dem 19. Jahrhundert und unterstreicht die technische wie architektonische Bedeutung des Bauwerks.

Das Gebäude wurde über viele Jahre zunehmend dem Verfall preisgegeben. Vandalismus, beschädigte Dachflächen und zerstörte Fenster prägten das Erscheinungsbild, während der Abriss des Gebäudes zeitweise beantragt wurde. 2013 erfolgte der Verkauf des Areals an die Krieger Grundstücks GmbH, die ursprünglich Pläne für einen kompletten Neubau sowie die Errichtung von Wohnungen verfolgte. Diese Vorhaben stießen jedoch auf Widerstand seitens Denkmalschutzorganisationen. Heute befindet sich der Lokschuppen in einem Um- und Erweiterungsprozess, in dessen Rahmen ein städtebauliches Konzept mit Wohnungen, Gewerbe, Büros und Einrichtungen wie Kitas und Schulen umgesetzt werden soll.

Der Standort des Rundlokschuppens im Stadtteil Heinersdorf macht ihn zu einem kulturellen Ankerpunkt inmitten eines sich wandelnden Stadtquartiers. Die Pläne zur Bebauung des Areals um das ehemalige Bahnbetriebswerk spiegeln die Spannung zwischen Erhalt historischer Substanz und urbaner Entwicklung wider. Das Museum Pankow hat sich wiederholt in die Auseinandersetzung um das Gebäude eingebracht und setzt sich für die Sichtbarmachung von Geschichte im öffentlichen Raum ein. Der Lokschuppen bleibt damit ein zentraler Bestandteil der Erinnerungskultur im Nordosten Berlins.

Das Areal um den S-Bahnhof Heinersdorf, zu dem auch der Lokschuppen gehört, war einst durch die Eisenbahn geprägt. Neben dem Schuppen selbst zeugen historische Fotos von der Bedeutung des Bahnhofs für die Region. Der Lokschuppen bot ursprünglich Platz für bis zu 24 Lokomotiven und war integraler Bestandteil des Bahnbetriebswerks. Seine architektonische Form sowie die historische Funktion machen ihn zu einem bemerkenswerten Beispiel der industriellen Baukultur in Berlin.

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