Galerie

Sammlung Haupt

Reinbeckstraße 21, 10318 Berlin

Highlights

  • Die Sammlung Haupt in Berlin zeigt konzeptionelle Kunstwerke, die Geld als soziales, politisches und kulturelles Phänomen hinterfragen – von Ready-mades bis zu Videoinstallationen.
  • Künstler wie Lee Mingwei (ab 1997) oder Charlie Stein thematisieren Kapitalismus, Währungsgeschichte und Alltagsökonomie in der thematischen Sammlung.
  • Einzigartige Werke wie der ‚Geldkoffer‘ (Karen Koltermann) oder ‚Mindestlohn‘ (Charlie Stein) verbinden Geldkritik mit zeitgenössischer Kunstpraxis.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt in die Ausstellung.
  • Die Sammlung bietet Einblicke in künstlerische Positionen, die Geld als gesellschaftliches, politisches und ästhetisches Phänomen hinterfragen und kritisch reflektieren.
  • Einige Werke setzen sich mit historischen Währungsreformen oder sozialen Ungleichheiten auseinander und verdeutlichen die Verbindung von Kunst und wirtschaftlicher Macht.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturgalerie Berlin: Sammlung Haupt entdecken

Die Sammlung Haupt in Berlin ist eine einzigartige Kunstgalerie, die sich thematisch exklusiv mit der Auseinandersetzung von Kunst und Geld beschäftigt. Initiiert vom Berliner Anwalt Stefan Haupt, vereint sie ein breites Spektrum künstlerischer Positionen, die Geld nicht nur als materielles Objekt, sondern als soziales, politisches und kulturelles Phänomen reflektieren. Die Sammlung umfasst Ready-mades, Fotografie, Collagen, Druckgrafik und Malerei – oft unter Verwendung von echtem Geld – sowie konzeptionelle Arbeiten, die Kapitalismus, Wirtschaftskrisen oder historische Währungsunionen kritisch hinterfragen.

Ein zentrales Werk markiert den Beginn der Sammlung: die Origami-Skulptur *„Money for Art“* des Künstlers Lee Mingwei, deren ästhetischer und symbolischer Geldwert den thematischen Fokus prägte. Seitdem erweitert die Sammlung kontinuierlich ihren Bestand um Werke, die Geld als Medium künstlerischer und gesellschaftlicher Kritik nutzen. Dazu zählen etwa überarbeitete Münzen, künstlerische Medaillen oder Videoarbeiten, die den Umgang mit Geld in verschiedenen Kontexten untersuchen. Besonders hervorzuheben sind Arbeiten von Künstlern wie Sebastian Siechold, Helmut Zobl oder Charlie Stein, deren Werke soziale Missstände, politische Ereignisse oder kulturelle Unterschiede thematisieren.

Die Sammlung zeigt auch, wie Geld als künstlerisches Material selbst zur Kunst wird – etwa in den handgedruckten Kunstgeldscheinen des Künstlerduos Reßl/Schobel oder in den performativen Überprägungen von Euro-Münzen durch die Künstlergruppe *United Transnational Republics*. Diese Werke dekonstruieren die Funktionalität von Geld und lenken den Blick auf seine symbolische Macht. Regelmäßig werden neue Zugänge präsentiert, etwa durch Videoarbeiten wie *„Der Geldkoffer“* von Karen Koltermann oder durch Ausstellungen in Kooperation mit Institutionen wie der Berliner Effektenbank, die den Dialog zwischen Kunst, Wirtschaft und Gesellschaft fördern.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Geld und Identität: Arbeiten wie *„Mindestlohn“* von Charlie Stein oder *„GLAUBE, LIEBE, HOFFNUNG“* von Pete Jones verknüpfen ökonomische Fragen mit persönlichen oder spirituellen Motiven. Die Sammlung Haupt beweist damit, dass Geldkunst weit mehr ist als eine Sammlung von Münzen oder Scheinen – sie ist eine Reflexion über Macht, Werte und die Rolle des Individuums in einer globalisierten Welt. Durch ihre vielseitigen Ausstellungen und Kooperationen bleibt sie ein zentraler Ort für die künstlerische und intellektuelle Auseinandersetzung mit einem der prägendsten Themen unserer Zeit.

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