schlaf-mit-kunst
Highlights
- Friederike Hammann gründete 2005 den Kunstraum ‚Schlaf mit Kunst‘ in Neukölln als experimentellen Ort für zeitgenössische Kunst.
- Ausstellungen verbinden Alltagsveränderungen mit Objekten, Malereien und Filmen lokaler Künstler wie Georg Hammann oder Klaus Abromeit.
- Der Raum nutzt historische Räume – etwa eine ehemalige Kavalleriekaserne – für Installationen und temporäre Kunstprojekte.
Tipps
- Die Ausstellung *STOP & GO* verbindet Objekte, Malereien und Filme von vier Künstlern und thematisiert Veränderungen im Alltag der letzten Jahre.
- Der ehemalige Stall der Dragoner-Armee in der Galerie U N O bietet einen historischen Raum mit sichtbaren Spuren der militärischen Vergangenheit.
- Die Installation *Brokers in Tears* von Friederike Hammann kombiniert Malerei, Grafik und Objekte und wird durch thematische Führungen ergänzt.
Eigenschaften
Kunst & Kultur in Neukölln: Schlaf mit Kunst entdecken
Im Herzen von Berlin-Neukölln hat sich mit *„schlaf-mit-kunst“* ein einzigartiger Kunstraum etabliert, der seit 2005 von der Künstlerin Friederike Hammann gegründet wurde. Der Ort verbindet zeitgenössische Kunst mit einer ungewöhnlichen Atmosphäre: Besucher:innen können nicht nur Werke bewundern, sondern auch direkt inmitten der Ausstellung schlafen – eine Idee, die das Gewohnte aufbricht und den Alltag neu interpretiert. Der Name *„schlaf-mit-kunst“* steht dabei für eine bewusste Verschmelzung von Kunst und Lebensraum, die zum Verweilen einlädt.
Der Kunstraum ist in einer ehemaligen preußischen Kaserne untergebracht, deren Spuren bis heute im Gebäude spürbar sind. Die ehemaligen Stallungen der Dragoner-Armee prägen den Charakter des Ortes und schaffen eine raumgreifende, fast sakrale Stimmung. Hier werden nicht nur Gemälde, sondern auch Objekte, Filme und Montagen präsentiert – oft in Zusammenarbeit mit anderen Künstler:innen wie Markus Kohn, Georg Hammann oder Klaus Abromeit. Die Ausstellungen reflektieren gesellschaftliche Veränderungen und experimentieren mit Formaten, die über klassische Ausstellungsformen hinausgehen.
Ein besonderes Merkmal von *„schlaf-mit-kunst“* ist seine offene, partizipative Ausrichtung. Aktionen und Führungen laden dazu ein, die Werke aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. So wurde etwa eine Ausstellung mit dem Titel *„STOP & GO“* in Kooperation mit der Galerie in Marktheidenfeld gezeigt, die Objekte, Malereien und Filme der vier Künstler:innen vereinte. Auch die Hommage an Matthias Wiese, einen prägenden Neuköllner Künstler, findet hier ihren Platz – als Teil eines Netzwerks, das lokale Kunstszenerien verbindet.
Der Raum ist mehr als eine Galerie: Er ist ein Ort der Reflexion, an dem Kunst nicht nur betrachtet, sondern erlebt wird. Ob durch nächtliche Ausstellungen, die das Schlafen im Kunstkontext ermöglichen, oder durch Installationen wie die von Friederike Hammann und Dzahid Filipovic in der Reihe *trans_fer*, die den Raum selbst zum Werk machen – *„schlaf-mit-kunst“* bleibt ein experimenteller Spielort, der Neuköllns lebendige Kunstlandschaft bereichert.
Besonders die Verbindung von lokalem Bezug und überregionalen künstlerischen Impulsen macht den Ort einzigartig. Während einige Werke direkt aus Neukölln stammen, wie in der Ausstellung *„CLOSER – NÄHER“*, die Fundstücke und Hommagen vereint, wirken andere Projekte wie *„Broker’s in Tears“* oder *„First Performing Act“* über die Grenzen des Bezirks hinaus. So entsteht ein Raum, der Neukölln nicht nur abbildet, sondern aktiv mitgestaltet.