Denkmal/Gedenkstätte

Schwerbelastungskörper

General-Pape-Straße 34A, 12101 Berlin

Tipps

  • Der Schwerbelastungskörper ist kostenlos besichtigbar, das Gelände ist begehbar und umzäunt.
  • Das Innere des Körpers ist momentan nur über einen Fußgängertunnel zugänglich.
  • Rollstuhlfahrer erreichen nur den Eingangsbereich, eine Toilette für Besucher ist vorhanden.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Schwerbelastungskörper: Berliner Sehenswürdigkeit entdecken

Der Schwerbelastungskörper in Berlin ist ein eindrucksvolles Zeugnis der nationalsozialistischen Bauplanungen für die „Welthauptstadt Germania“. Errichtet zwischen 1941 und 1942, diente dieses massive Bauwerk ursprünglich dazu, die Bodenbelastung durch einen geplanten, gigantischen Triumphbogen zu simulieren. Dieser Triumphbogen war Teil der städtebaulichen Vision von Albert Speer, dem Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt, und sollte an der Schnittstelle der geplanten Nord-Süd-Achse und einer weiteren Ringstraße errichtet werden – in unmittelbarer Nähe der späteren Kolonnenbrücke im Berliner Ortsteil Tempelhof. Das Bauwerk besteht aus einem Zylinder mit elf Metern Durchmesser, der 18,2 Meter tief in den Boden reicht. Darüber wurde ein fünf Meter auskragender Belastungszylinder mit insgesamt 14 Metern Höhe errichtet, was einem Gesamtdurchmesser von 21 Metern entspricht. Mit einem Eigengewicht von 12.650 Tonnen belastet der Körper eine Fläche von rund 100 Quadratmetern mit einem Druck von 12,65 Kilogramm pro Quadratzentimeter. Im Inneren des Körpers befanden sich Messkammern, in denen Geräte zur Setzungsbeobachtung untergebracht waren. Die Deutsche Gesellschaft für Bodenmechanik (Degebo) führte über einen Zeitraum von mehreren Jahren Messungen durch, die bis Juni 1944 andauerten, aber erst 1948 ausgewertet wurden. Die Ergebnisse zeigten, dass der geplante Triumphbogen bei den damaligen Bodenverhältnissen ohne vorherige Bodenverfestigung nicht realisierbar gewesen wäre. Der Schwerbelastungskörper war innerhalb von zweieinhalb Jahren um 19,3 Zentimeter eingesunken und hatte zudem eine leichte Neigung erfahren. Heute steht das Bauwerk als denkmalgeschütztes Objekt an der Grenze zur sogenannten „Roten Insel“ in unmittelbarer Nähe der Kolonnenbrücke. Es gilt als historische Sehenswürdigkeit und erinnert eindrucksvoll an die überdimensionalen architektonischen Ambitionen des NS-Regimes. Obwohl der Schwerbelastungskörper ursprünglich nur als temporäres Versuchsobjekt gedacht war, hat er die Jahrzehnte überdauert und ist heute ein markantes Element der Berliner Stadtlandschaft. Seine massive Betonstruktur zieht Besucher an, die sich für die Geschichte der Stadt und die Planungen des Nationalsozialismus interessieren. Der seltene Einblick in die technischen Vorarbeiten eines nie realisierten Monumentalbaus macht den Schwerbelastungskörper zu einem lohnenswerten Ziel für alle, die Architekturgeschichte und die Spuren der Vergangenheit im urbanen Raum erforschen möchten.

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Häufige Fragen zu Schwerbelastungskörper

Was ist der Schwerbelastungskörper?
Der Schwerbelastungskörper ist ein 1941–1942 errichteter großer Zylinder aus Beton, der als Probebelastung für einen geplanten Triumphbogen diente. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wo steht der Schwerbelastungskörper in Berlin?
Er steht im Berliner Ortsteil Tempelhof an der General-Pape-Straße Ecke Loewenhardtdamm. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wozu diente der Schwerbelastungskörper?
Er sollte das Setzungsverhalten des Bodens für den geplanten Triumphbogen prüfen. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Ist der Schwerbelastungskörper heute besichtigbar?
Ja, seit 2009 ist er als Informationsort zugänglich, mit Stelen, Aussichtsturm und Pavillon. Stand Mai 2026.

Quelle: website